Aus Schafwolle filzen Kinder bunte Kugeln und Bälle

KUNSTTAGE Franziska Schade erzählt Märchen im Siebengebirgsmuseum

Von Kathrin Giese

KÖNIGSWINTER. „Kunst und Märchen“ zum Sehen, Hören und Anfassen gab es im Siebengebirgsmuseum in Königswinter am gestrigen Nachmittag. Franziska vom Märchenbrunnen gestaltete einen Erzähl- und Bastelnachmittag im Museum. Der Märchennachmittag war Teil des Programms der Kunsttage Königswinter im Siebengebirgsmuseum, in dem zurzeit die Ausstellung der Gemeinschaft Königswinterer Künstler zu sehen ist.


Vierzehn Kinder bis zu einem Alter von zehn Jahren waren gekommen und saßen auf Teppichstreifen auf dem Museumsboden. Im Halbkreis hatten sich die Kleinen um die Märchenerzählerin aus Königswinter im Schneidersitz niedergelassen und lauschten gespannt der ersten Erzählung. Franziska Schade, im geheimnisvollen, grünen Leinenkleid, ließ eine Klangkugel in ihrer Hand leise erklingen. Es wurde mucksmäuschenstill im Ausstellungsraum des Siebengebirgsmuseums. Das erste Märchen, das Schade eindrucksvoll erzählte, handelte von der Lieblingskugel einer Prinzessin, die von einem „Wasserplatscher“ aus dem Brunnen hervorgeholt werden musste.

Den Kindern war schnell klar, dass es sich hier um das Märchen vom Froschkönig handeln musste. Auch den Titel des zweiten Märchens errieten die Kinder schnell. Schade erzählte und spielte das Märchen „Rumpelstilzchen“ mitreißend spannend. Im Anschluss an die Erzählungen wurde gebastelt. Aus Schafwolle filzten die Kinder bunte Kugeln und Bälle. Natürlich erzählte die ausgebildete Märchenerzählerin nach dem anstrengende Filzen noch ein Geschichte. Die Erzählkunst von Franziska Schade ist übrigens auf der CD „Rosenmärchen“ festgehalten, auf der sie vier Märchen aus unterschiedlichen Ländern erzählt. Untermalt werden die Erzählungen mit Musik von Gerhard Fleischmann. Erhältlich ist die CD bei Franziska Schade selbst. Erreichbar ist die Erzählerin im Höfgenweg 13 in Königswinter unter 0 22 23/27 283, im Internet unter www.der-märchenbrunnen.de.

Erschienen im General-Anzeiger Bonn vom 13.03.2003.

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