Anwohner halten Zufahrt zum Haperoth für zu gefährlich

VERKEHR Der Bürgerverein Thomasberg lässt Gegner der Straßenöffnung zu Wort kommen

Von Kathrin Giese

THOMASBERG. Eine heiße Diskussion über die Verkehrsführung im Neubaugebiet „Im Harperoth“ entbrannte auf der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Thomasberg im Gasthaus Otto. Der Bürgerverein hatte im Dezember 2002 einen Antrag zur Öffnung der Straße „Im Haperoth“ gestellt, um eine schnellere und kürzere Verbindung nach Oberpleis für im Osten wohnende Thomasberger herzustellen. Nun melden sich Anwohner des Harperoth zur Wort; Die Öffnung der Straße sei zu gefährlich.


Mittlerweile hat die Stadt Königswinter über den Bürgerantrag einstimmig entschieden: Die Straße „Im Haperoth“ wird in beide Fahrtrichtungen für den öffentlichen Verkehr geöffnet. In der Nähe der Brückenunterführung werden die Verkehrsschilder aufgestellt, um die Tunneldurchfahrt zu ordnen. Diese Regelung soll nun für drei Monate Testweise eingerichtet werden. Nach Ablauf der Testphase soll endgültig entschieden werden. Gerd-Robert Liptau kam in der Versammlung des Bürgervereins als Sprecher der Anwohner des Haperoth zu Wort.

„Niemand hat die Anwohner des Haperoth befragt und die haben Bedenken“, erklärte Liptau. Die Gründe sind, dass die Einfahrt in den Tunnel vom Wohngebiet kommend nicht einsehbar ist, folglich Gegenverkehr nicht früh genug erkannt werden kann. Darüber hinaus ist der Tunnel nicht ausgebaut, so dass zwei Fahrzeuge nicht aneinander vorbei fahren können; auch gibt es keinen Bürgersteig. „In den letzten sechs Jahren sind viele Familien mit kleinen Kindern in das Neubaugebiet »Im Haperoth« gezogen“, beschreibt Liptau die Situation.

Zurzeit leben 34 Kinder im Haperoth und fahren durch den Tunnel mit dem Fahrrad zur Schule. „Wenn ihnen von unten Autos entgegenkommen sind die Unfälle vorprogrammiert“, so die Befürchtung der Anwohner. „Wir sind nicht auf die Idee gekommen das es Nachteile gibt“, meinte dazu der Vorsitzende des Bürgervereins Lothar Krause. Bleibt abzuwarten wie sich die Tunneldurchfahrt in der Testphase bewährt.

Trotz turbulenter Sitzung wurde der Vorstand entlastet und wieder gewählt. Vorsitzender Lothar Krause und sein Stellvertreter Hermann Thomas wurden in ihren Ämtern bestätigt. Hans-Theo Oehm bleibt Schriftführer. Die Kasse wird weiterhin von Margret Kotzer geführt. Der Verein kündigte an, sich verstärkt um die Debatte um den Mobilfunkmast zu kümmern und die Zusammenarbeit mit der Bürgerverein Heisterbacherrott auszubauen.

Erschienen im General-Anzeiger Bonn vom 15.04.2003.

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