Sich kennen und sich helfen ist das Ziel

GLEICHSTELLUNG Im Siebengebirge gibt es seit dem Wochenende ein Frauen-Netzwerk. Der siebenstündige Workshop im Honnefer Rathaus stößt auf großes Interesse

Von Kathrin Giese

SIEBENGEBIRGE. Sie helfen der Karriere auf die Sprünge, ermöglichen Gedankenaustausch, eröffnen Perspektiven und stellen Kontakte her – Netzwerke sind ein erstaunliches Hilfsmittel und das nicht nur in der Führungsetage. Zur Gründung eines Frauennetzwerkes trafen sich am Samstag zahlreiche Frauen aus dem Siebengebirge im Honnefer Rathaus. „Frau vernetzt sich“ war der Titel des ganztägigen Workshops, den die beiden Gleichstellungsbeauftragen der Städte Königswinter und Bad Honnef, Frauke Fischer und Inge Reiche, zusammen mit der Marketing-Expertin aus Hennef, Kerstin Hagemann, als Pilotprojekt auf die Beine stellten.


Alles begann mit einem kleinen Dreier-Netzwerk: Auf der Fahrt zur Frauenmesse „top – Absolute Woman“ nach Essen entwickelten die Drei im vergangenen Sommer die Idee zu einem Frauennetzwerkes hier vor Ort. Denn die Kraft eines Netzwerkes kann in jeder Lebenssituation hilfreich sein: Sich kennen und sich helfen ist das Ziel. Allerdings gehört zum Aufbau eines Netzwerks die richtige Vorbereitung. Jede Frau musste zu Beginn des Workshops eine Bestandsaufnahme machen und sich darüber klar werden: Was kann ich, was will ich, wen kenne ich, und wen möchte ich kennen lernen?

Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme wurden auf Steckbriefen festgehalten, die jede der Frauen gesammelt mit nach Hause nahm. Der Grundstein für das Frauennetzwerk war gelegt. Doch Netzwerkeln will gelernt sein. Die Frauen lernten die richtigen Fragen zu stellen, gut zuzuhören und sich selber mitzuteilen. Außerdem, dass emotionale Intelligenz ein wichtiger Bestandteil des Beziehungsmanagements ist und wie sie konstruktiv genutzt werden kann. Kerstin Hagemann vermittelte, dass soziale Kompetenz ein Motor für Networking ist.

Dazu gehören Sensibilität, Kontaktfähigkeit, Integrationsbereitschaft aber auch Selbstdisziplin und Frustrationstoleranz. Um erfolgreich zu sein, komme es auf die richtige Mischung an. Aus einem Dreier-Team hat sich über einen Tag ein starkes und aktives Netzwerk entwickelt, und die drei Initiatoren sind gespannt, wie dieses Kontaktgeflecht weiter wachsen wird. Denn jetzt heißt es: Kontakte pflegen.

Weitere Informationen über verschiedene bestehende Netzwerke und Termine von ähnlichen Workshops sind im Internet unter www.frauen-kluengeln.de zu finden.

Erschienen im General-Anzeiger Bonn vom 26.05.2003.

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