Die Kinder beherrschen auch Mimik und Gestik

TANZTHEATER Die Ballettgruppen des TuS Thomasberg/Ittenbach zeigen „Peter und der Wolf“ und „Die Puppenfee“

Von Kathrin Giese

KÖNIGSWINTER. Beim Ballett-Nachmittag des TuS Thomasberg/Ittenbach zeigten 47 Kinder und Jugendliche am Wochenende ihr tänzerisches Können. Ballettmeisterin Anke Höfgen trainierte die fünf Ballettgruppen dafür eineinhalb Jahre, jeweils einmal pro Woche. Mit zwei märchenhaften Stücken begeisterten die Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs bis 18 Jahren, die mehr als 300 Zuschauer in der Aula des Schulzentrums Oberpleis.


Wegen technischer Probleme mit dem Ton begann die Aufführung etwas später als geplant. „Peter und der Wolf“ war das erste Stück und wurde von zehn Mädchen der ältesten Ballettgruppe vorgeführt. Die Rolle des Peters tanzte Analena Stark, die seit sieben Jahren bei Anke Höfgen lernt. „Die Mimik ist das Schwierigste“, erklärte die Katze aus „Peter und der Wolf“, Samira Leh. Denn für dieses Stück wurde nicht nur das tänzerische Können, sondern auch das schauspielerische Talent gefordert. Trotz Lampenfieber vor dem Auftritt erzählten die Zehn großartig die Geschichte von Peters Wolfsfang: Der struppige und gefährliche Wolf, gespielt von Sarah Trauscheid, brachte die Vorgartenidylle im Garten von Peters Großvater, von Sonja Voigt gespielt, durcheinander.

Weil Peter das Gartentor offen stehen ließ, gerieten der edle, weiß-lila gefiederte Vogel, gespielt von Regine Oettershagen, die orangebeinige Ente, watschelnd getanzt von Anna Kniel und die geschmeidige schwarze Katze, gespielt von Samira Leh in Lebensgefahr. Die Ente wurde nach einem aufregenden Fluchtversuch vom Wolf lebendig verschlungen. Doch zum Glück fing Peter den Wolf recht bald mit einem Seil. Zusammen mit den Jägern, das waren Friederike Becker, Michaela Rabenau, Anna Christina Remig und Julia Hambuch, brachte Peter den Wolf triumphierend in den Zoo.

„Die Puppenfee“, war das zweite Stück, das alle Ballettgruppen von klein bis groß gemeinsam aufführten. In zwei Akten wurde die Geschichte von einem Puppenladen erzählt, in dem nachts die Puppen zum Leben erwachen. Die Hauptrolle der Puppenfee tanzte Sarah Trauscheid. Im ersten Akt wurden die Puppen einzeln vorgestellt. Im zweiten Akt hauchte die Nacht den Puppen Leben ein. Hier kamen die kleinsten Ballettschüler groß raus: Als Clowns mit wuscheligen, orangenen Perücken. Die Kostüme für die Aufführung stellte die Musikschule Sankt Augustin zur Verfügung, bei der Anke Höfgen 27 Jahre lang unterrichtete.

Erschienen im General-Anzeiger Bonn vom 27.05.2003.

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