Täglich besuchen 40 Kinder das Haus der Jugend

FREIZEIT Mit einem Tag der offenen Tür präsentiert die Einrichtung sein Angebot. Fußballturnier, Spiele und Disco. Drei hauptamtliche Mitarbeiter betreuen den Niederdollendorfer Nachwuchs

Von Kathrin Giese

KÖNIGSWINTER. Das Haus der Jugend in Niederdollendorf öffnete jetzt seine Türen für Besucher. Ziel war es, den Menschen – insbesondere aus dem näheren Umfeld der Kinder und Jugendlichen – die Möglichkeit zu geben, das Haus in Aktion zu erleben.


„Deshalb ist Angebotspalette nicht auf einen einmaligen Eventcharakter ausgerichtet, sondern spiegelt in komprimierter Form das wieder, was unsere Einrichtung anbietet“, erklärt Jörg Burghoff, Leiter des Hauses, das Programm des Nachmittags. Es wurde ein Fußballturnier ausgetragen und im Tauziehen die stärkste Mannschaft ermittelt. Die Mädels putzen sich mit Hennatattoos für die anschließende Disco mit Tanzwettbewerb heraus.

Die Kleineren ließen sich das gefährliche Gesicht eines Löwen schminken und wer kreativ tätig werden wollte, der konnte Bilderrahmen im großen Bastelraum basteln. Das Haus der Jugend in Niederdollendorf ist ein Treffpunkt für Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 21 Jahren und wird am stärksten von der Altersgruppe bis 16 Jahren genutzt. „Täglich haben wir einen Durchlauf von über 40 Kindern. Die meisten kommen regelmäßig“, erzählt der studierte Sozialarbeiter Burg hoff.

Etwa 70 Prozent der Jugendlichen stammen aus ausländischen Familien der umliegenden Wohngebiete. „Das Haus ist für die Kinder ein Stück Familienersatz“, erklärt Burghoff. Die Jugendlichen können sich hier austauschen und finden bei Burghoff, Annette Reiche und Sandra Schmid-Alex, den drei hauptamtlichen Mitarbeitern des Hauses, jederzeit ein offenes Ohr für jedes Problem.

„Ein offener Kinder- und Jugendtreff steht trotz seiner wichtigen Funktion oftmals in einem zweifelhaften Ruf“, erklärt Burghoff. Er will mit dem Tag der offenen Tür auch Kritikern die Möglichkeit geben, zu erfahren, dass sich die Kinder und Jugendlichen an die aushängenden Regeln halten. „Gerade die ungezwungene, nicht ungeregelte, Atmosphäre bietet einen Erlebnisraum, den die Jugendlichen zu schätzen wissen“, erklärt Burghoff.

Erschienen im General-Anzeiger Bonn vom 18.06.2003.

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