Vier Radiogruppen wollen Sendelizenz

Hürden auf dem Weg zum gemeinsamen Hochschulradio

Von Kathrin Giese

Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Hochschulradio der Universität Bonn und der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg müssen noch einige Hürden überwunden werden. Drei Radiogruppen der Uni reichten bereits 2002 einzelne Anträge für die Vergabe einer Sendelizenz bei der Landesanstalt für Medien (LfM) ein.


Die Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg entschloss sich dieses Jahr, als Institution einen vierten Antrag an die LfM zu richten, um im Falle einer Aufteilung der Sendezeit unter den Antragsstellern berücksichtigt zu werden. Denn aufgrund der Senderdichte rund um Bonn wird die LfM nur eine gemeinsame Sendefrequenz vergeben. Noch haben die vier Gruppen die Möglichkeit, sich selbstständig zu einigen und unter einem Dachverband zu organisieren. Wenn es zu keiner Einigung kommen sollte, könnte die LfM die Sendezeit vierteln.

Im Herbst trafen sich bereits die Mitglieder des CampusRadio Bonn, der Arbeitsgemeinschaft Uniradio Bonn und des Fördervereins Hochschulradio Bonn/Sieg. „Wir können uns eine gemeinsame Musik- und Nachrichtenredaktion vorstellen“, erklärt Marco Müller vom CampusRadio Bonn. Eine Umfrage unter allen Studierenden soll dann ermitteln, welche Musik gespielt wird. Die Nachrichten zur vollen Stunde sollen vom Deutschlandfunk übernommen werden und zur halben Stunde sollen Campusnachrichten gesendet werden.

Unterschiedliche Vorstellungen herrschen zurzeit noch über das Sendekonzept. „Wir wollen nicht, dass Studenten erst Kurse absolvieren müssen, bevor sie auf Sendung gehen können. Außerdem wollen wir live senden und nicht vorproduzieren“, erklärt Silke Hartung, Chefredakteurin der AG Uniradio. Diese Ansichten teilt der FV Hochschulradio Bonn/Sieg, wie Tanja Blumenstein mitteilte. Das CampusRadio Bonn und die Fachhochschule wollen hingegen mit vorproduzierten Beiträgen dem Hörer möglichst professionelle, journalistische Beiträge bieten.

Auf einem Treffen aller vier Gruppen soll in nächster Zeit eine Einigung erzielt werden und ein Dachverband entworfen werden.

Erschienen im „doppelpunkt:“ vom 23.06.2003

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