Der Himmlische Botschafter steht beschützend über allem

ADVENTSKALENDER Hilla Schmitdts leuchtender Engel in dunklen Blautönen

Von Kathrin Giese

GA-Weihnachtskalender 2003 Hilla Schmidt. Foto: Frank Hohmann KÖNIGSWINTER.
„Der Engel der Verkündigung“ heißt das Bild von Hilla Schmidt zum Thema Christkind. „Der Engel, der zu den Hirten aufs Feld kommt, hat mich schon als Kind fasziniert. Es ist so geheimnisvoll“, erklärt die Künstlerin aus Ittenbach. In Acryl auf Leinwand hat sie die Szene aus der Weihnachtsgeschichte nachgestellt.


Rechts im Bild ist groß die Erscheinung des Engels zu sehen. Vor dem dunklen, nachtblauen Hintergrund leuchtet und strahlt er dem Betrachter entgegen.
Leicht wie ein Schmetterling wirkt er durch seine großen Schwingen.
Sein angedeutetes Gesicht strahlt Ruhe und Zufriedenheit aus. „Man verbindet nur Gutes mit Engeln. Sie bringen den Menschen Frieden“, sagt Schmidt. Die Größe des himmlischen Botschafters soll seine Erhabenheit ausdrücken. Beschützend steht er über Allem.

Mit seiner Hand zeigt der Engel auf die kleine Hütte in der linken unteren Ecke des Bildes. Die drei großen und der kleine Hirte blicken erstaunt in die Richtung, die ihnen der leuchtende Engel weist. Sie sehen die kleine Hütte mit ihrem schrägen, tiefen Dach. Sie wirkt arm und winzig. Doch der Schein des Engels wirft ein Licht auf sie.

„Eigentlich wollte ich die Szene ganz modern malen. Doch so kommt die Botschaft des Engels besser rüber“, erklärt die gebürtige Königswintererrin. Wie in den meisten ihrer Werke hat Schmidt auch in diesem Bild nur mit zwei oder drei ausgewählten Farben gearbeitet. Für die Szene in mitten der Nacht waren dunkele Blautöne und helle Lichtfarben für den Engel die Wahl der Künstlerin.

Seit einem viertel Jahr ist Hilla Schmidt Mitglied in der Gemeinschaft der Königswinterer Künstler. Vor acht Jahren entdeckte die gelernte Medizinisch Technische Assistentin ihre Begeisterung für die Kunst. Zuerst malte sie mit Aquarellfarbe, heute arbeitet sie mit Acryl. „Am liebsten male ich in der freien Natur. Die Natur ist meine Kirche“, erklärt Schmidt. So kommt es vor, dass sie bei strömenden Regen auf der Terrasse ihres an den Wald grenzenden Hauses steht und malt.

Erschienen im General-Anzeiger Bonn vom 8.12.2003.

Foto: Frank Homann

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