Andreas Eschbach: Das Marsprojekt

Science-Fiction-Autor Andreas Eschbach liest in der Bibliothek des Schulzentrums Oberpleis aus seinem Buch „Das Marsprojekt“.

Von Kathrin Giese


Andreas Eschbach: Das Marsprojekt KÖNIGSWINTER.
Andreas Eschbach setzt sich an den Schultisch in der Bibliothek im Schulzentrum Oberpleis. Der erfolgreiche Autor wackelt mit den Beinen. Elke Deunsch-Oberfrank, die stellvertretende Bibliotheksleiterin, begrüßt fast zwanzig Science-Fiction-Fans, die zur Lesung aus dem Buch „Das Marsprojekt“ erschienen sind.

Während er spricht, legt er gemächlich seine schwarze Armbanduhr ab und gießt sich ein Glas Wasser ein. Er hat die Taschenbuchausgabe des Marsprojekts dabei. Aus reisetechnischen Gründen, wie er sagt. Eschbach schlägt den Anfang des Buches auf und streicht sorgfältig die ersten Seiten glatt.

Ariana, Ronny, Carl und Elinn sind eine Kinderbande im Jahr 2086. Die vier sind auf dem Roten Planeten geboren und leben in einer Forscherstadt. Die dreizehnjährige Elinn mit der roten Lockenmähne ist die Verrückteste. In einer verbotenen Schlucht findet sie einen Artefakt und sieht merkwürdige Erscheinungen. „Das sind die Marsianer“, ist sich Elinn sicher. Zusammen mit ihrem Bruder Carl will sie die Bedeutung des Artefakts herausfinden.

Bei der Recherche müssen die Geschwister unfreiwillig ein Gespräch der Forschungsleitung anhören: Die Marssiedlung soll aufgegeben werden und alle Bewohner müssen zur Erde zurückkehren. Doch die Regierung hat ihre Rechnung ohne die vier Freunde gemacht. Unterstützt von der künstlichen Intelligenz AI 20 schmieden sie einen Plan zur Rettung ihrer Heimatkolonie und machen dabei eine atemberaubende Entdeckung.

Am Ende der Vorlesestunde stellen die Zuhörer viele Fragen an den preisgekrönten Science-Fiction-Autor. „Das Ende schreit nach einer Fortsetzung“, bemerkt eine Frau im Publikum. Eschbach bestätigt die Vermutung: „Das Marsprojekt“ ist der erste Teil einer Jugendserie. Im nächsten Frühjahr soll der nächste Band erscheinen.

Weitere Informationen:
Andreas Eschbach präsentiert sich im Internet unter www.andreaseschbach.de. Unter dem Punkt Schublade, sind viele neue Ideen des Autors, wie das Hypertext-Experiment „Einkreisung“ zu lesen.

Erschienen im General-Anzeiger Bonn im Januar 2004.

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