Königswinterer Künstler gewähren Einblicke in ihre Ateliers

Der Maler Louis Ziercke steht im Mittelpunkt des zehntägigen Programms – Bürgermeister Peter Wirtz eröffnet das Kultur-Spektakel am Donnerstag in Haus Bachem

Von Kathrin Giese

Königswinter.
Den Kulturfreunden im Siebengebirge stehen ereignisreiche Tage bevor. Am Donnerstag beginnen nämlich die Königswinterer Kunsttage. Das zehntägige Programm bietet reichlich Abwechslung.

Den Auftakt bildet am Donnerstag die Eröffnung der Ausstellung der Gemeinschaft Königswinterer Künstler (GKK) im Siebengebirgsmuseum um 18 Uhr. In ihren neuen Arbeiten hat sich die GKK mit dem Thema „Wasser“ auseinandergesetzt. Auch im Innenhof des Museums plätschert es: Dort sind ein Brunnen von Rainer Sieben und Keramikobjekte von Theo Dietz ausgestellt.

Haus Bachem: Am Freitag, 19. März, sind erstmals die Werke des fast vergessenen regionalen Künstlers Louis Ziercke zu sehen. Die Vernissage beginnt um 18 Uhr. Horst Heidermann aus Bad Godesberg, der sich intensiv mit dem Zeitgenossen von August Macke beschäftigt, wird ebenfalls im Haus Bachem mit einem Lichtbildvortrag am Mittwoch, 24. März, um 19.30 Uhr näher auf das Leben und Werk des Künstlers eingehen.

Darüber hinaus hat Heidermann ein reichbebildertes Buch über den Künstler verfasst. Umgeben von den impressionistisch, wie auch expressionistisch geprägten Bildern wird es zwei Lesungen geben: Bärbel Schröder liest am Sonntag, 21. März, ab 17 Uhr aus ihrem Roman „Abschied von meinem Vater“.

Die Schauspielerin Barbara Teuber liest Anton Tschechow am Sonntag, 28. März, um 11 Uhr. Im Innenhof von Haus Bachem sind Skulpturen von Barbara Szürts, Jens Kleinen und Rainer Sieben ausgestellt.

Palastweiher:
Das Projekt „Kunstbegehren“, das die alte Schule in ein offenes Atelier verwandelt, wird am Freitag, 18. März, um 16 Uhr eröffnet. Die Türen stehen während der zehn Tage jeweils von 8 Uhr bis 20 Uhr für Besucher offen. Elf Kunststudenten leiten vier Projekte mit 70 Schülern der Jugenddorf-Christophorus-Schule und werden auch selbst tätig. Sie stellen sich dem Wettbewerb, den die Thuringia-Generali-Versicherung mit drei Kunstpreisen im Gesamtwert von 2 000 Euro gestiftet hat.

In einem Landart-Projekt werden die CJD-Schüler am Samstag, 20. März, den Parkplatz vor der historischen Schule verwandeln. An einer Weltkugel aus Gesichtern wird ab Montag, 22. März, ab 12 Uhr gearbeitet. Am gleichen Tag startet ab 15 Uhr die Raumgestaltung und großformatige Malerei in der Halle. Großformatige Pastellzeichnungen werden die Schüler ab Dienstag, 23. März, ab 12 Uhr täglich erstellen. Der Abschluss des Projekts „Kunstbegehren“ wird am Samstag, 27. März, ab 17 Uhr groß in der Turnhalle am Palastweiher gefeiert.

Atelier Meerkatz:
In dem Atelier sind Werke von Karin Koch zum Thema „Das neue Kleid“ ausgestellt. Nadja Jansen zeigt „Flüchtige Träume“ und es sind „Spuren“ von Burgi Zöller-Rosendahl zu sehen. Darüber hinaus schmücken die Traffic-Fotografien von Anke Ziepertz das Fachwerkgemäuer. Die Ausstellungseröffnung ist am Samstag, 20. März, von 16 bis 19 Uhr.

Bungertshof:
Die Künstler aus dem Atelier Meerkatze, Wolfgang Sahlmann und Kurt Volkert, hat es hingegen in den Bungertshof nach Oberdollendorf verschlagen. Die Vernissage ist am Sonntag, 21. März, um 11 Uhr.

Amtsgericht:
„Ortstermin im Amtsgericht“ ist am Montag, 22. März um 18 Uhr. Dann wird die Gemeinschaftsausstellung der GKK eröffnet.

Krankenhaus:
Im Josefs-Hospital wird am Dienstag, 23. März, um 18 Uhr die Ausstellung von Barbara Kroke (Malerei), Oliver Fischer (Fotografie) und Gundula Heinrichs (Malerei) eröffnet. Außerdem öffnen 20 Künstler die Türen zu ihren Ateliers. Zu erkennen sind diese an den aushängenden „Open Houses“ Schildern.

Mit einem große Abschlussfest am Sonntag, 28. März, ab 19 Uhr klingen die Kunsttage, begleitet von Irish Folk Musik, im Bungertshof aus.

Erschienen im General-Anzeiger Bonn vom 16.03.2004.

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