Kunst als Mittel gegen den Staub des Alltags

Nach elf Tagen gehen die dritten Königswinterer Kunsttage zu Ende. Die Veranstalter ziehen eine durchweg positive Bilanz und planen bereits die vierte Folge der Veranstaltung

Von Kathrin Giese

Königswinter. Nach elf Tagen voller Kunst- und Kulturprogramm gehen die dritten Königswinterer Kunsttage zu Ende. Das Finale wurde am Sonntagabend im Oberdollendorfer Bungertshof gefeiert. Irish-Folk-Musiker, die wie jeden vierten Sonntag im Monat zu einer „Session“ in dem Kulturgasthof an der Heisterbacher Straße zusammen kamen, sorgten dabei für gute Stimmung.

„Mit ihrer beeindruckenden Vielfalt sprechen die Kunsttage einen so großen Kreis von Menschen an, dass sie aus dem Stadtleben nicht mehr wegzudenken sind“, erklärte Bürgermeister Peter Wirtz.

Einen besonderen Dank richtete der Schirmherr der Kunsttage an Ulrike und Klaus Uwe Meier aus der Kulturgruppe der lokalen Agenda 21. Die beiden „Aktivisten“, wie er sie nannte, haben sich mit Herz und Seele für die Kunsttage eingesetzt.

Maler Louis Zierke

Das Programm der Kunsttage hielt auch die kunstinteressierte Bevölkerung elf Tage lang auf Trab: Im Haus Bachem wurde der Maler Louis Zierke, ein Zeitgenosse August Mackes, ausgestellt. Sein Werk wurde darüber hinaus durch einen Diavortrag und eine Biografie vorgestellt. Die elf Kunststudierenden der Gruppe „011“ aus Köln zogen in die alte Schule am Palastweiher ein und verwandelten das leerstehende Gebäude in ein großes, offenes Atelier.

Mit einigen Schülern der Königswinterer Jugenddorf-Christophorus-Schule führten sie vier kreative Workshops durch. Zwei große Ausstellungen der Gemeinschaft Königswinterer Künstler gab es im Siebengebirgsmuseum und im Amtsgericht zu bewundern. Im Atelier Meerkatze stellten vier Künstlerinnen aus.

Meerkatze-Künstler in Kulturgasthof
Im Gegenzug stellten die Meerkatze-Künstler Wolfgang Sahlmann und Kurt Volkert in dem Kulturgasthof aus. Im Krankenhaus sorgte Kunst indessen für gute Stimmung. Dort gab es zwei Autorenlesungen und eine Märchenwanderung. Darüber hinaus öffneten 21 Künstler ihre Ateliers für die zahlreichen Besucher.

Ralph Georg Clauss, der Vorsitzende der Gemeinschaft Königswinterer Künstler, schlug vor, im nächsten Jahr zwei Tage allein für die Begleitaktion „Open Houses“ einzuplanen.

Erschienen im General-Anzeiger Bonn vom 29.03.2004.

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