Der pflegeleichte Garten liegt im Trend

Werden die Pflanzen passend aufeinander abgestimmt, können viel Arbeit und Material gespart werden

Apenrade/Aabenraa (gis) Ein Garten soll zur Erholung dienen und weder zeitlich noch körperlich zur Last fallen. Etwa 40 Prozent aller Gartenbezitzer wollen heute einen pflegeleichten Garten, das hat das Allensbacher Institut bereits 2002 in einer Umfrage festgestellt.

In den neunziger Jahren legte darauf nur jeder Vierte wert. Um einen unkomplizierten, aber dennoch schönen Garten anzulegen, muß vor allem die Wahl und Kombination der Pflanzen bedacht werden. Grundsätzlich eignen sich große Rasenflächen besonders gut für den Gartenfreund mit Zeitnot.

Spezialerde ist teuer

Um das Grundstück kann eine Blütenhecke, die nicht geschnitten werden muß, einen unkomplizierten Sichtschutz geben. Dafür eignet sich zum Beispiel die »Spirea «, die höchstens jedes dritte oder vierte Jahr einen Rückschnitt benötigt. Auch ein Rhododendron fühlt sich im pflegeleichten Garten wohl, wenn er bei der Anpflanzung die richtige Erde an die Füße bekommt. Zwar ist er in der Anschaffung und durch die benötigte Spezialerde etwas teurer, bietet dafür aber von März bis Juni Blütenpracht in allen erdenklichen Farben. Außerdem wächst dort, wo er steht, kein Unkraut.

Gut kann man den Rhododendron mit Pieris-Sorten kombinieren, die ähnliche Ansprüche bezüglich der Bodenqualität haben. Die Pieris »Little Heart« blüht zum Beispiel in den Farben von Hellrot bis Flammenrot. Die Pflege des Gartens wird vereinfacht, wenn Pflanzen in Beeten kombiniert werden, die ähnlich viel Wasser und gleiche Bodenqualitäten brauchen. Will man lieber im Gartenstuhl liegen, als mit der Gießkanne von Pflanze zu Pflanze laufen, kann ein Bewässerungssystem helfen.

Immergrüne Pflanzen

Einfach zu versorgen sind auch Heidepflanzen und Bodendecker, diese bringen ebenfalls Farbe in den Garten, ohne viel Arbeit zu machen. Auch immergrüne Pflanzen gehören in den pflegeleichten Garten. Will man nur wenig Arbeit in den Garten stecken, so sollte von Staudenbeeten abgesehen werden, denn diese benötigen zur Wachstumskontrolle das regelmäßige Teilen der Pflanzen im Herbst.

Außerdem ist von den Stauden in der kalten Jahreszeit oberhalb der Erde nichts zu sehen. Auch mit wenig Zeit kann aus dem Garten eine schöne, grüne Oase werden.

Erschienen im Nordschleswiger vom 15.05.2004.

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