Mit dem Boden fängt es an

Damit der Gartentraum wahr wird, muss dem Erdboden Beachtung geschenkt werden

Apenrade/Aabenraa (gis) Oft ist er der Platz im Grünen ein Ort zum Entspannen und Relaxen. Der Garten hinter dem Haus kann ganz unterschiedlich genutzt werden. Für Familien mit Kindern wird er zum Spielplatz. Werden Obstbäume gepflanzt, kann er zur hauseigenen Plantage werden. Schauobjekt und ganzer Stolz ist wohl der Garten für den Rosenzüchter. Wichtig ist es, sich schon bei der Planung des Gartens über die gewünschte Nutzungsform klar zu werden und nicht erst vor dem Regal im Pflanzencenter. Nur so kann die richtige Kombination aus Bäumen, Hecken, Rasen, Stauden und Zierpflanzen getroffen werden.

Humus & Nährstoffgehalt

Doch oft wird die Grundlage eines jeden Gartens unterschätzt: die Erde. »Mit dem Boden fängt alles an«, erklärt der Leiter des »Sydjysk Plantecenter«, Christian Kurt Madsen. Erst durch die Verbesserung des Bodens kann den Bäumen, Hecken und Stauden eine Grundlage zum Wachsen und Gedeihen geschaffen werden. Ist der Boden sandig und humusarm, ist es notwendig, die Erde mit einer Schicht von mindestens zehn Zentimetern Humus anzureichern. Das verbessert nicht nur den Nährstoffgehalt, sondern sorgt durch eine verbesserte Wasseraufnahme des Bodens auch dafür, dass weniger gegossen werden muss. Und das zahlt sich im Sommer aus.

Wurzelnetz im Boden

Der aufgeschüttete Humus muss gut in den Ausgangsboden eingearbeitet werden. Dabei ist es sinnvoll, nicht nur die Erde rund um den zukünftigen Platz der Pflanze aufzubessern, sondern großflächig vorzugehen. Die Pflanze soll ja später wachsen und ihre Wurzeln weiträumig ausdehnen können. Reicht das Wurzelnetz jedoch bis in den nicht aufgebesserten Boden, so war die Arbeit umsonst. Muss man feststellen, dass der hauseigene Boden lehmig ist, so rät Christian Kurt Madsen, zusätzlich zur Humusschicht groben Sand unterzumischen. Das lockert den Boden auf, so dass die Pflanzen ihre feinen Nährstoffbahnen gut ausbreiten können.

Planung für den Sommer

Der Gartenexperte aus Süderhostrup legt es Häuslebauern, die gerade ihren Neubau planen, ans Herz, bereits in der Planungsphase gute Gartenerde mit einzurechnen. Denn oft muss, wenn das Haus erstmal steht, am Gartenausbau und vor allem an der gehaltvollen Erde gespart werden. »Kunden, die so verfahren, wundern sich dann, warum die Pflanzen in der nährstoffarmen Erde nicht wachsen. Wer aber im Voraus plant, hat später keinen Ärger«, kann Christian Kurt Madsen aus seiner Verkaufserfahrung berichten. Humus kann man auch günstig bei den Kompoststationen der kommunalen Müllentsorgung kaufen, ist sein Tipp für Sparsame.

Erschienen im Nordschleswiger vom 15.05.2004.

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