Sonnenschein und gute Stimmung auf dem Knivsberg

Sehr gut besuchtes Bühnenprogramm in der Mulde mit Showtänzen und Musikdarbietungen / Gesichterschminken und Bungee-Wettrennen erfreuten die Kleinen

Die Sonne lachte vom Himmel, Kinder tobten auf den Hüpfburgen und über die Spielwiese, beim Handball wurde um Tore gekämpft, und auf der Bühne in der Mulde gab es Musik- und Tanzdarbietungen – auf dem Knivsbergfest herrschte am Wochenende großartige Stimmung.

Von Kathrin Giese

Auch nach 110 Jahren zieht das Familienfest des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig noch immer viele Menschen auf den traditionsreichen Berg. Mit großer Spannung wurde gestern gerätselt, wer wohl als Festredner mit dem Hubschrauber eingeflogen wird: Es war Amtsratsmitglied Hinrich Jürgensen (SP), Gaardeby.

Die Kleinsten eröffneten das Bühnenprogramm und bewiesen gute Kondition. Denn die »Mikros« kamen direkt vom Handballfeld, um ihren Tanz zum Flummilied vorzuführen. Einstudiert hatten sie diesen zusammen mit Helga Iwersen, Jeising, und Tatjana Rühl, Glücksburg. Durch das Unterhaltungsprogramm führte Jugendverbandsvorsitzender Klaus Wittmann, Hockerup.

Besonders von der Blaskapelle des Deutschen Jugendverbandes war das Publikum geblendet: Die Instrumente blitzten und blinkten in der Sonne, während die Kapelle „Tast of Honney“ und den „Colonel Boogie“ spielte. Die Zuschauer pfiffen beim letzten Stück kräftig mit. Einen modernen Teenie- Tanz führten 12 Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren auf. Sie hatten vor einigen Wochen einen Wochenendkurs auf dem Knivsberg belegt, der in Zusammenarbeit mit der Tanzschule Birger Munk, Flensburg, und vom Jugendhof Knivsberg organisiert wurde.

Doch sie hatten starke Konkurrenz: Die Tanzgruppen von „Randi’s Dans“ aus Hadersleben legten mit ihrem Programm „Radiomix“ eine flotte Sohle auf’s Parkett und zeigten moderne und Standardtänze. Für feinsten Musikgenuss sorgte die Deutschen Nachschule Tingleff: Das SE-Duo, das sind Stine und Emma, begeisterte die Zuschauer. Unter der Leitung von Musiklehrer Helmut Fahl sang der Gospelchor der Nachschule.

Vom Kulturausschuss des Bundes Deutscher Nordschleswiger überreichte Barbara Meyer, Hadersleben, die Preise für die Musiker des 15. Jugendmusikfestivals. Stellvertretend für alle Musiker nahm Helmut Fahl eine Kiste voller CD’s entgegen, die Stücke von allen mitwirkenden Gruppen und Solointerpreten enthält. Auch die Siegerehrung der Handballmannschaften fand auf der Bühne statt: Es wurden Medaillen und neue Handbälle an die Siegermannschaften überreicht.

Für die „Knirpse“ wurde den ganzen Tag auf der Spielwiese gesorgt. Es konnte auf Stelzen gelaufen werden, die Gesichter wurden geschminkt und zusammen mit dem Schwungtuch gespielt. Im Zelt gab es live Musik für Kinder: Die Kölner Gruppe „pelemele“ rockte, trotz weniger Kinder vor der Bühne im Zelt, mit unermüdlicher Power. Die Zielgruppe des Konzertes vergnügte sich derweil beim Handball oder tobte auf den Hüpfburgen herum. Welches Kind will bei so viel Action auf der Spielwiese denn in ein Zelt? Als Alternative lockten zwei Hüpfburgen und ein Bungee-Wettrennen. Für die älteren Besucher, die zahlreich zu traditionellen Totenehrung erschienen gab es Kaffee am Langbehnhaus.

Erschienen im Nordschleswiger vom 14. Juni 2004.

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