Zeig mir Deine Daten und ich sag Dir, wer Du sein wirst

Mitten im digitalen Wandel wird klar: Wir müssen nicht nur
unsere Daten schützen, sondern uns selbst.

Die Revolution der Digitalisierung erreicht alle Lebensbereiche. Menschen und Dinge vernetzen sich. Nutzerdaten werden gespeichert, analysiert und verkauft. Daten werden zum Rohstoff der Zukunft, den Unternehmen und Regierungen für sich nutzen wollen. Dabei scheinen die technischen Entwicklungen gerade unsere kulturellen Werte zu überholen. Demokratie, Freiheit, Privatsphäre sind in Gefahr. Es geht um die Frage: Wie wollen wir leben?

»Wir wissen, wo du bist. Wir wissen, wo du warst. Wir wissen mehr oder weniger, worüber du nachdenkst.« Diese Worte von Ex-Google-Chef Eric Schmidt machen deutlich: Die Freiheit der Gedanken ist massiv in Gefahr seit die Mehrheit der Internetnutzer alles, womit sie sich beschäftigt, in das Suchfeld des gleichen Unternehmens eingibt. Die Menschen verschriftlichen sich permanent, via Computer und Smartphones – und kommerzielle Unternehmen und Regierungen lesen mit. Die Nutzer liefern das »neue Erdöl«: ihre Daten, ihr Nutzungsverhalten, ihre Profile. Der Verkauf dieser Daten ist das Geschäftsmodell der großen Internetunternehmen.

Mittlerweile dominieren vier amerikanische Firmen im Internet: Amazon, Apple, Facebook und Google. An der Börse sind diese vier etwa so wertvoll wie alle deutschen DAX-Firmen zusammen und könnten zusammengenommen in der Wirtschaftsrangliste aller Länder im oberen Drittel mitspielen. Fakt ist: Sie wissen viel mehr über ihre Kunden, als viele von ihnen ahnen.

Berechenbarer Nutzer

»Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist; weiß ich, womit du dich beschäftigst, so weiß ich, was aus dir werden kann«, hat Johann Wolfgang von Goethe 1821 in Wilhelm Meisters Wanderjahre geschrieben. Eine Studie der Universitäten Cambridge und Stanford zeigt, dass es offenbar möglich ist, die Psyche der Menschen allein anhand von Daten zu entdecken. Es zeigte sich, dass schon wenige »Gefällt mir«-Angaben im sozialen Netzwerk Facebook ausreichen, um treffsichere Rückschlüsse auf die Persönlichkeit zu erstellen.

Ein Computer-Programm wertete die Klicks auf den »Gefällt mir«-Button von über 58000 Facebook-Mitgliedern aus, allesamt freiwillige Teilnehmer. Dabei wurde festgestellt, dass schon zehn Angaben genügen, um die Persönlichkeit des Nutzers präziser abzuschätzen, als es ein Arbeitskollege könnte. Mit 70 »Likes« übertraf der Computer Freunde oder Mitbewohner. Bei 300 Angaben lag er gleichauf mit dem Lebenspartner. Eine andere Studie in Kooperation der Cornell-Universität und Facebook zeigte, dass allein durch die Analyse der Freunde herausgefunden werden kann, wer darunter ein Paar ist und ob die Beziehung die nächsten 60 Tage übersteht.

Die Basis zur Auswertung, die Big-Data-Ansammlung aus Nutzerdaten, steht Facebook in unglaublichem Umfang zur Verfügung. Im August vermeldet das Unternehmen den Besucherrekord von einer Milliarde Menschen binnen 24 Stunden, jeder siebte Erdenbürger nutzte das Netzwerk an diesem Tag

Datenkrake Google erforscht die Technik der Zukunft

Die Internetgiganten, die viel Geld in Forschung und Entwicklung investieren, sind ihren Nutzern weit voraus. Wie weit sie schon in die vernetze Zukunft denken, zeigt das Beispiel Google. Das Unternehmen von Larry Page und Sergey Brin, das ursprünglich mit der Suchmaschine startete, ist gerade dabei, sich unter dem Namen Alphabet neu zu erfinden. Unter der neuen Holding bieten zahlreiche Tochterfirmen Dienste von A bis Z an, die weit über das ursprüngliche Kerngeschäft hinausgehen. So erforscht das Biotechnologieunternehmen Calico die Verlängerung der menschlichen Lebenserwartung. Eine andere Firma entwickelt intelligente Kontaktlinsen für medizinische Zwecke. Nest kümmert sich um intelligente Haustechnik. Express ist ein Lieferservice mit Zustellung noch am selben Tag. Sideway Labssoll das Leben in den Städten verbessern. Die Projekte aus dem Forschungslabor X Lab beschäftigen sich unter anderem mit selbstfahrenden Autos, Paketzustellung per Drohne oder mit der Entwicklung autonomer Robotersysteme. Google hat 2013 unter anderem das Robotik-Unternehmen, Boston Dynamics gekauft, das zuvor für das amerikanische Militär autonome Laufroboter erforscht und entwickelt hat.

Alles vernetzt sich, das Leben wird ein anderes Das Geld dafür stammt aus dem Geschäft mit den Daten. Sie wissen, was Menschen gerade beschäftigt und was sie als nächstes kaufen wollen. Dafür sind oft gar keine direkten Angaben notwendig. Rückschlüsse können über Auswertungen der
Massendaten hergestellt werden. Für einen Bonuskarten-Betreiber reicht die Feststellung, dass plötzlich statt der üblichen nur noch sensitive Creme im Drogeriemarkt und andere typische Artikel gekauft wurden, um zu dem Schluss zu kommen, dass jemand in Zukunft ein Kind erwartet. Für Werbetreibende ist das interessant, denn ein Kind bedeutet oft viele Anschaffungen.

Daten werden in Zukunft immer mehr anfallen, wenn sich auch die Dinge und Geräte vernetzen. Meldet in Zukunft die elektrische Zahnbürste, wie oft die Zähne geputzt werden, könnte das den Tarif bei der Krankenkasse beeinflussen. Fitness-Armbänder veröffentlichen schon jetzt auf Facebook, wie schnell die letzte Trainingsrunde absolviert wurde. Wer Sport treibt und gesund lebt, könnte mit Prämien belohnt werden, das eigene Fahrverhalten den Beitrag für die Haftpflichtversicherung bestimmen – im positiven wie im negativen Sinne. In den USA sind solche personalisierten Versicherungstarife bereits wählbar. Was durch die Auswertung all der Daten alles möglich wird, lässt sich gerade erst erahnen. Wir sind erst am Anfang einer rasant fortschreitenden Entwicklung.

Der »Digitale Wandel« ist nicht etwas, das irgendwann in absehbarer Zeit abgeschlossen sein wird, erklärt Journalist Mario Sixtus, der sich auf den Bereich Internet, Netzkultur und Netzpolitik spezialisiert hat, in der Informationssendung Presseclub: »Es ist in der Vergangenheit von Politik und von Medien versäumt worden, klar zu machen, wie groß die Revolution ist, die da auf uns zurollt. Dass die Welt mit Digitalisierung nicht das Gleiche ist wie vorher, nur ein bisschen bunter.«

Geheimdienste überwachen jegliche Kommunikation

Auch die Regierungen interessieren sich für die Datenberge. Deutsche Politiker beschäftigen sich gerade mit der Vorratsdatenspeicherung. Wer mit wem per Telefon oder Handy in Verbindung gestanden hat oder das Internet genutzt hat soll künftig für zehn Wochen lang nachvollziehbar sein. Standortdaten von Handys sollen vier Wochen gespeichert werden. Die Sorge: Mithilfe der über die gesamte Bevölkerung gespeicherten Daten könnten Bewegungsprofile erstellt, geschäftliche Kontakte rekonstruiert und Freundschaftsbeziehungen identifiziert werden. Auch Rückschlüsse auf den Inhalt der Kommunikation, auf persönliche Interessen und die Lebenssituation der Kommunizierenden würden möglich. Zugriff auf die Daten hätten Polizei, Staatsanwaltschaft und ausländische Staaten, die sich davon eine verbesserte Strafverfolgung versprechen. Seit Jahren ist die Vorratsdatenspeicherung in einigen europäischen Ländern eingeführt. Ihre Befürworter können immer noch keine Fakten vorlegen, die den Nutzen belegen.

Der Bundestag hat Anfang Oktober einen neuen Gesetzentwurf zur Vorratsdatenspeicherung verabschiedet. Anfang November soll das Gesetz durch den Bundesrat. Zuvor hatte das Bundesverfassungsgericht 2010 die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland für verfassungswidrig erklärt. 2014 entschied auch der Europäische Gerichtshof (EuGH), dass die Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung mit der EU-Grundrechte-Charta nicht vereinbar ist. Den Bedenken von Verfassungsgericht und EuGH sollen vor allem die nun kürzeren Speicherfristen Rechnung tragen. Dennoch ist umstritten, ob der Entwurf im Einklang mit dem EuGH-Urteil von 2014 steht. Bürgerrechtler haben angekündigt, erneut Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe einzulegen.

»Man braucht den Heuhaufen, um darin die Nadel zu finden«, hat der ehemalige Direktor der amerikanischen National Security Agency (NSA), Keith Alexander, das Prinzip beschrieben. Die Bevölkerung wird überwacht, als sei sie ein Kriegsgegner. Seit den Enthüllungen durch den Whistleblower und Ex-US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden ist anzunehmen, dass die NSA, die britischen Government Communications Headquarters (GHCQ) und ihre Partnerdienste aus Kanada, Australien und Neuseeland in Zusammenarbeit jede Form elektronischer Kommunikation überwachen und auswerten. Laut den veröffentlichten Dokumenten kann die NSA mit dem Überwachungssystem »Prism« die Onlinekommunikation von Menschen aus aller Welt überwachen. Die E-Mails, Bilder, Videos und andere Daten all jener, die Produkte und Dienstleistungen von Google, YouTube, Facebook, Microsoft, Skype, PalTalk, AOL, Yahoo und Apple nutzen. Der GHCQ zapft offenbar, dank seiner strategischen Lage, die transatlantischen Glasfaserkabel an, durch die die komplette Kommunikation mit den USA fließt, und versucht sie in einer gigantischen Datenbank mit dem Namen »Black Hole« zu speichern. Ein Großteil besteht aus den Browserverläufen ganz normaler Internetnutzer. Mit der Überwachungssoftware der NSA »XKeyScore« können Datenströme sogar in Echtzeit gefiltert werden. Dabei er scheint beispielsweise eine Meldung, wenn sich ein überwachter Nutzer anmeldet und ein bestimmtes Passwort benutzt. Auch der deutsche Verfassungsschutz nutzt diese Software, wie der »Spiegel« berichtete. Nur greift der Verfassungsschutz dabei lediglich auf Daten verdächtiger Einzelpersonen in Deutschland zu, nachdem eine speziell dafür eingerichtete Kommission des Bundestages diese Überwachung genehmigt hat. Allerdings hat der Verfassungsschutz sich als Gegenleistung für die Bereitstellung der Software dazu verpflichtet, der NSA so viele Daten wie möglich zu liefern, die er mit der Software extrahiert, wie »Zeit online« laut interner Dokumente berichtete. Dieser Deal wurde offenbar geheim abgeschlossen, ohne dass ein Kontrollgremium diesen Vertrag gesehen hat.

Herausforderung für die Gesellschaft

Das Problem bei alle dem: Wer überwacht eigentlich die Überwacher? Geheimdienste, die unkontrolliert die Kommunikation der kompletten Menschheit mitschneiden, das finden nicht nur aktive Datenschützer unangenehm. Auch die Datenmassen bei den kommerziellen Unternehmen bereitet vielen Unbehagen. Schwierig ist dabei vor allem das Ungleichgewicht. Während die Möglichkeiten, Daten zu sammeln und auszuwerten immer weiter wachsen, wird es für Anwender, Konsumenten und Bürger immer schwieriger, sich ein Bild von den über sie gesammelten Daten zu machen oder gar dem zu widersprechen. Die Folgen sind unklar und mögliche Nachteile für die Betroffenen oft nicht erkenntlich. Datenschutz, Privatsphäre und die Freiheit bleiben auf der Strecke und scheinen als Begriffe ausgedient zu haben.

»Der Begriff Datenschutz ist kaputt«, sagt Mario Sixtus im Presseclub. »Er kommt aus den 1970er-Jahren, als eine Handvoll von Institutionen Daten gesammelt haben. Das waren Krankenkassen, Versicherungen, Banken, Arbeitgeber. Mittlerweile haben wir Sorten von Daten, an die man überhaupt nicht gedacht hat, und jedes Telefon produziert pro Sekunde eine unglaubliche Datenwolke und jeder, der im Netz unterwegs ist, zieht eine Datenspur hinter sich her. Zu glauben, das könnte man noch in einer Art und Weise schützen, wie ›ich möchte aber nicht, dass mein Arbeitgeber die Daten von meiner Krankenkasse hat‹, halte ich für weltfremd. Ich glaube nicht, dass das geht. Ich glaube, dass wir das vollkommen neu denken müssen.«

Miriam Meckel, Chefredakteurin der Wirtschaftswoche und Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen fügt in der Diskussion hinzu: »Der wichtige Punkt ist jetzt: Was können wir machen? Wie können wir anfangen, anders zu denken? Sich in den Vorteilen und Nachteilen zu verfangen, ist nicht so richtig hilfreich. Man muss den Wandel annehmen. Die Diskussion läuft auf eine Gestaltungsfrage hinaus: Wie denken wir den digitalen Wandel?« Sie berichtet von einem Gespräch mit IT-Investoren auf einer Informationsreise in New York: »Die sagen, lass uns da anders herangehen, lass uns doch mal denken, dass wir gar nicht mehr geschützte Daten haben. Was passiert eigentlich kulturell, wenn alle Daten für alle offen sind? Dann passiert möglicherweise etwas, was wir uns jetzt nicht vorstellen können. Dass der Unterschied sich auflöst, der durch geheime, private Daten und öffentliche Daten möglich ist, wie jemanden zu erpressen und Macht auszuüben. Ich will nicht sagen, dass das die Lösung ist. Ich glaube die Diskussion muss so geführt werden, dass wir tatsächlich mal überlegen, was passiert, wie weit das reichen kann und wie wir das gestalten können, anstatt immer auf Abwehr zu gehen und zu sagen, das bedroht unseren Jetzt-Zustand.«

Datenschutz vor Gericht durchsetzen

Der österreichische Jurist und Datenschutz-Experte Maximilian Schrems geht davon aus, dass wir nur zu faul sind, unser Grundrecht auf Datenschutz einzufordern. Er hat den Verein »europe-v-facebook.org« gegründet und 22 Klagen gegen Facebook bei der zuständigen irischen Datenschutzbehörde eingebracht. »Datenschutz ist ein Grundrecht in der EU, gleichzeitig respektieren es viele der großen IT-Unternehmen nicht. Facebook ist nur eines von vielen Unternehmen, das eine schlechte Reputation hat, wenn es um den Datenschutz geht.« Mit seinem Versuch, sein Grundrecht zu verteidigen, hat er einen Stein ins Rollen gebracht und einen Etappensieg erreicht: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) erklärte das Safe-Harbor-Abkommen für ungültig, das seit 15 Jahren den Datenaustausch zwischen US-Firmen und Europa regelt. Die persönlichen Daten europäischer Internetnutzer seien in den USA nicht ausreichend geschützt, was das Grundrecht auf Achtung des Privatlebens verletze. Weil EU-Bürger gegen die Weiternutzung
ihrer Daten nicht gerichtlich Einspruch erheben könnten, sei das Grundrecht auf wirksamen gerichtlichen Rechtsschutz verletzt. Ein weiterer Aspekt des Urteils: Die Aufsichtsbehörden der Mitgliedsstaaten sind weiter dazu verpflichtet, selbst zu untersuchen, ob Datenschutzbestimmungen verletzt werden und eventuell daraufhin Datenübertragungen einzuschränken. Das wollte die irische Datenschutzbehörde geklärt wissen, bei der Schrems Klagen eingereicht hatte. Sie hielt sich für nicht zuständig, da die EU-Kommission offensichtlich beschlossen hatte, dass ein angemessenes Datenschutzniveau herrsche.

Das Urteil werten Experten vor allem als politisches Signal für die weiteren Verhandlungen zu Datenschutzabkommen zwischen Europa und den USA: Die amerikanische Regierung ist aufgefordert, mit Nutzerdaten sorgfältiger umzugehen. »Vieles hängt jetzt daran, baldmöglichst einen Rechtsrahmen zu schaffen, der echte Datenschutzbedingungen für den Datentransfer aus der EU in die USA und den Rest der Welt formuliert, bevor versucht wird, Wege zu finden, Datenübertragungen auf andere Weise zu legitimieren, die nicht unbedingt zu besseren Bedingungen führen müssen«, schrieb Anna Biselli auf netzpolitik.org, der Plattform für digitale Freiheitsrechte.

Ohne die Enthüllungen durch Edward Snowden wäre diese Entscheidung des EuGH wohl nicht gefallen. »Wer Macht darüber hat, welche Informationen wir zu sehen bekommen, kann gezielt unsere Weltsicht beeinflussen. Deshalb ist es unverzichtbar für unsere Freiheit und Sicherheit, dass wir selbst die Kontrolle über unsere Daten haben«, heißt es auf der Webseite des Vereins Digitalcourage, der sich für Grundrechte, Datenschutz und eine lebenswerte Welt im digitalen Zeitalter engagiert. »Starker Datenschutz sorgt dafür, dass Unternehmen verbraucher- und datenschutzfreundliche Dienste und Produkte entwickeln. Der größte Standortvorteil, den Europa in der digitalisierten Welt haben kann, ist, wenn Nutzer den Unternehmen und Behörden mit gutem Grund vertrauen können.« Die Frage lautet: Wie wollen wir in Zukunft leben? Für unsere Gesellschaft ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen mit den Folgen des digitalen Wandels und dem Thema Datenschutz auseinandersetzen und sich an Diskussionen beteiligen. Diese Revolution betrifft uns alle.

Der Artikel erschien in „BuB – Forum Bibliothek und Information“ in der Ausgabe 11/2015 auf Seite 680.

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