Archiv für die Kategorie 'Kulturen'

Nov 01 2006

Metaphern für die Geschichte des Universums

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Der britische Künstler Matthew Ritchie hat viel vor: Er sucht nach der Weltformel. Die Gemeinsamkeiten zwischen Geschichte, Wissenschaft, Religion und Sprache will er aufdecken. Seine Funde verbindet er in seiner Kunst zu einem neuen Kosmos.

Von Kathrin Giese

Künstler Matthew Ritchie in der Kunst- und Ausstellungshalle. Foto: Kunstmuseum Bonn

Ein scherenschnittartiges, schwarzes Muster schlängelt sich durch den Raum. Es wirkt wie ein Steg oder eine Straße, schwebt auf etwa einem Meter Höhe durch den Raum. Darunter ein leuchtendes, farbenfrohes Bild, das an die Galaxie-Aufnahmen des Hubble-Weltraum-Teleskop erinnern. An den Wänden wiederholen sich Muster und Zeichen. Verbinden sich durch den Raum zu einem kleinen Kosmos. Ein Hologrammbild an einer der Wände verändert sich je nach Standpunkt und gibt neue Sichtweisen Preis: Sternenstaub und Symbole. Weiterlesen »

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Okt 01 2006

Du in Pop

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Du in Pop - PyschoNicht Trends sondern Kult an der Wand: Wer sich selbst in echter Warhol-Manier über dem eigenen Sofa hängen haben möchte, den macht superRetro glücklich: Foto einschicken und in echte Popart getunkt zurückerhalten.

Von Kathrin Giese

Kauf Dich glücklich, kleines Retroherz – ist das Motto von Jasmin Schneider und Sven Schmeier. Zusammen haben sie den Internetshop superRetro aufgebaut, der sich ganz dem Kult der 60er und 70er Jahre verschreibt. Die beiden Betreiber haben es sich zur Aufgabe gemacht, interessante Angebote im Netz aufzustöbern, zusammenzustellen und dem retrogeneigten Besucher zur Ansicht und Kauf anzubieten: Im Netz und im Showroom in Kreuzberg. „Dabei zählt für uns weniger die Quantität denn die Qualität“, erzählen sie auf der Internetseite. Eben nur was super Retro ist kommt in die Auswahl.

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Sep 01 2006

Kunst für Dummies

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Museen besuchen wie die Profis: Taugen diese Kunstwerke etwas? Was sind die größten Werke der westlichen Zivilisation? Um solchen Fragen zu beantworten, muss man nicht Kunst studiert haben – das meint zumindest Thomas Hoving in seinem Buch Kunst für Dummies.

Von Kathrin Giese

Kunst für Dummies - Buch-CoverDie erste Seite des Buches kann man ausschneiden: Es ist die Schummelseite für die Hosentasche. Darauf befinden sich Checklisten, die auch dem größten Kunst-Banausen einen Zugang zu aktuellen Kunstausstellungen ermöglichen. Wenn man zum Beispiel feststellen will, ob ein Kunstwerk wirklich etwas taugt, kann man sich folgende Fragen stellen: Drückt es erfolgreich das aus, was es ausdrücken möchte? Erstaunt es Sie jedes Mal wieder, wenn Sie es betrachten? Wächst es im Format? Reift es kontinuierlich weiter? Wächst die Kraft seiner puren und geheimnisvollen visuellen Ausstrahlung mit jedem Tag? Ist es unvergesslich?

Laut Autor Thomas Hoving, dem ehemaligen Direktor des Metropolitan Museums of Modern Art in New York ist das Werk mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit ein großartiges Kunstwerk, je mehr Fragen mit „Ja“ beantwortet wurden. So einfach kann das sein. Obwohl: Wie kann denn ein Kunstwerk im Format wachsen oder reifen, wie ein Wein? Egal – nächste Checkliste.

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Jul 01 2006

Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn

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Traumhafte Blütenpracht:Nichts ist so entspannend, wie in eine andere Welt einzutauchen. Ein Ausflug in die fünf Gärten der Welt in Marzahn entführt in asiatische, orientalische und europäische Gartenträume.

Von Kathrin Giese

Gärten der Welt im Erholungspark MarzahnWer hätte es vermutet, dass sich im Herzen des Berliner Plattenbau- Stadt-
teils Marzahn ein kleines Paradies befindet: Fünf liebevoll gestaltete, landestypische Gärten aus China, Japan, Korea, Bali und dem Orient locken Besucher in den Erholungspark Marzahn.

Allein die Namen der Gärten können einen ins Schwärmen bringen: Der „Garten des wiedergewonnenen Mondes“ ist mit fast drei Hektar der größte chinesische Garten in Europa. Am Portal zum Garten mit wunderschönem Fliesenmosaik empfängt den Besucher eine riesige Konfuziusstatue.

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Jun 01 2006

Dribbeln im Dritten Reich

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Zur Fußball-WM hat das Haus des Deutschen Sports eine Ausstellung geschaffen. „Berlin – Story of Football“ lautet der Titel. Doch der schicke Flyer zeigt genauso viel wie die Ausstellung.

Von Kathrin Giese

Dribbeln im Dritten ReichVor dem Portal des Haus des Deutschen Sports hocken auf hohen Säulen aufdringlich golden glänzenden Adler. Vollkommen überheblich leuchten sie vor dem dunkelgrauen Wolkenhimmel und blicken spöttisch über die kleine Bausstelle vor der Türe hinweg.

Braune Gitterstäbe und milchiges, schläfrig machendes Licht empfangen den Besucher im Haus des Deutschen Sportes. Die Ausstellung soll im Lichthof sein, stand auf dem Flyer. Lichthof – das ist in diesem Fall wohl ironisch gemeint.

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Mai 01 2006

Die Kunst des Erzählens

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Geschichten lebendig werden zu lassen, das gehört zu dem Repertoire des Studiengangs Theaterpädagogik an der Universität der Künste. Hier werden Erzähler ausgebildet, die eines sicher nicht tun: Vorlesen.

Im stimmungsvoll dekorierten Märchenzimmer sitzen Schüler der 1. und 2. Klasse der Anna-Lind-Schule in Wedding im Stuhlkreis. Gespannt lauschen sie der Erzählerin, die sie in die ferne und phantastische Welt ihrer Ursprungsländer entführt: Sie erzählt ihnen Geschichten aus Arabien, der Türkei, Afrika, dem ehemaligen Jugoslawien, aus Tschechien oder Asien.

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Apr 01 2006

Anathema – A Natural Disaster

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Tief greifende Anspannung und eine Songkonstruktion, die an Pink Floyd erinnert: Mit ihrer neuen CD „A Natural Disaster“ ist der britischen Band Anathema ein Meisterwerk gelungen.

Von Kathrin Giese

Anathema – A Natural Disaster - CoverSchon das Cover von „A Natural Desaster“ ist ein Kunstwerk und fängt die Stimmung der CD bildlich ein: Ein einsames Boot liegt still in einer viel zu winzigen Pfütze, die wie Quecksilber glänzt. Die Person im Boot, ein schwarzer Schatten mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze, sitzt zusammen gekauert mit dem Rücken zum tiefroten Abendhimmel, verlassen und einsam.

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