Archiv für die Kategorie 'Tagesspiegel'

Sep 16 2007

Grün gleich schwarz

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Mitarbeit bei der Olivenernte in Süditalien ist lehrreich. Nach dem Tagwerk schmeckt das gewonnene Öl doppelt gut

Von Kathrin Giese

Olivenernte im CilentoDie Hügel des Nationalparks „Cilento“ legen im Herbst Schleier an. Es ist Erntezeit. Die Olivenbauern breiten rote und grüne feinmaschige Netze in den Olivenhainen aus.

Die märchenhaft geformten, teils mit uralten Bäumen besetzten Olivenhaine bekommen in dieser Zeit soviel Besuch, wie sonst das ganze Jahr nicht. Bauern, ihre Familien sowie professionelle Erntetrupps denken jetzt nur an das Eine. Auch Urlauber können bei der Olivenernte mithelfen.

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Feb 05 2007

Ein Stäbchen für das Kokain

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Teststreifen weist Drogen einfach und schnell nach

Bei einer Vergiftung oder einer Überdosis Drogen hängt das Überleben von der Geschwindigkeit ab, in der festgestellt wird, welche Substanz eingenommen wurde. Bislang basierten die Tests auf dem Schlüssel-Schloss-Prinzip von Antikörper und Antigen. Sie werden immunologische Testverfahren genannt.

Von Kathrin Giese

Der Schweißtest auf CannabisEin Forscherteam der Universität von Illinois, Urbana, USA, um Yi Lu hat jetzt einen Schnelltest entwickelt, der mit Aptameren arbeitet. Das sind Einzelstränge aus Desoxyribonukleinsäure (DNS), wie sie auch im Erbgut vorkommen.

Testverfahren, die mit Aptameren arbeiten, waren bisher wenig praxistauglich.

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Jan 03 2007

Zerstörten Ratten Osterinsel?

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Neue Studie: Bewohner nicht schuld am Untergang

Wer war schuld am Untergang der Osterinsel-Kultur? Bisher galt das Pazifikeiland – weltweit bekannt für seine Wahrzeichen, die geheimnisvollen Moai-Staturen – als ein Paradebeispiel für eine ökologische Selbstvernichtung.

Von Kathrin Giese

MoaiDie Bewohner selbst, so lautete die These vieler Forscher, rodeten die einstmals riesigen Palmenwälder der Insel – und setzten so eine ökologische Katastrophe in Gang, die schließlich in einem rapiden Rückgang der Bevölkerung endete.

Abschied von der Lehrmeinung

Diese gängige Lehrmeinung wird jetzt vom amerikanischen Anthropologen Terry L. Hunt infrage gestellt, der an der Universität von Hawaii in Manoa forscht. „Wir müssen Abschied von der Vorstellung nehmen, eine kleine Bevölkerung hätte jahrhundertelang im Einklang mit der Natur gelebt und sei dann rasend schnell mit allen Konsequenzen gewachsen“, schreibt Hunt in der aktuellen Ausgabe von „Spektrum der Wissenschaft“.

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Nov 22 2006

Was der Atem verrät

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Ein neues Gerät spürt sekundenschnell Alkohol oder Drogen auf. Auch Krankheiten lassen sich erkennen

Mundgeruch ist übel, kann aber wichtige Hinweise zur Diagnose von Krankheiten liefern. In der Atemluft verstecken sich zahlreiche Moleküle, die Rückschlüsse auf Stoffwechselprobleme und sogar auf Magen- oder Darmkrebs liefen können.

Von Kathrin Giese

Gefahrenzeichen: Atemschutz beachten Mittlerweile wurde bekannt, dass Hunde Krebs riechen können. Nun hat ein Schweizer Forscherteam um Renato Zenobi, Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich, eine Methode entwickelt, um die Bestandteile der Atemluft schnell herausfiltern zu können.

Wie die Forscher jetzt im Fachmagazin „Angewandte Chemie“ berichten, können dabei erstmals auch große, nichtflüchtige Moleküle, wie Zucker, Harnstoffe oder Eiweißbestandteile in der Atemluft nachgewiesen werden. Das war bei vergleichbaren Verfahren bislang nicht möglich und macht die neue Methode interessant. Die Stoffe bilden ein Aerosol, lösen sich also in der ausgeatmeten Luft in winzigen Tröpfchen. Ein Vorteil des Verfahrens: Die Proben müssen nicht vorbehandelt werden. Materialverluste werden so minimiert.

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Nov 08 2006

Physikerpaare in fernen Beziehungen

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Liebe im Physiklabor, das ist gar nicht so selten. „Jede zweite Physikerin ist mit einem Physiker verheiratet“, sagt Barbara Sandow, Frauenbeauftragte des Fachbereichs Physik an der FU Berlin. Doch solche Paare haben Probleme an deutschen Hochschulen.

Von Kathrin Giese

Darüber diskutierten jetzt rund 260 Teilnehmerinnen der zehnten Deutschen Physikerinnentagung. Erstmals fand das jährliche Treffen an der Technischen Universität Berlin statt.

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Nov 06 2006

Wächter vor der Tür zum Wissen

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Diskussion im Max-Planck-Forum über „Lotsen in der Datenflut“ und ihre Gefahren. „Die beste Suchmaschine ist nach wie vor das menschliche Gehirn.“

Von Kathrin Giese

Collage von Google, Yahoo, MSN LogosJeder kennt sie, jeder nutzt sie: Die Suchmaschinen im Internet. So gut Google oder Yahoo ihre Dienste im Alltag ausführen, Expertenwissen ist mit Hilfe dieser großen Suchmaschinen nur schwer auffindbar. Bei speziellen Fragen, wie sie schon in der Recherche für Schulreferate auftauchen, stoßen die sie an ihre Grenzen. Nicht nur weil erst 20 Prozent des Weltwissens digitalisiert sind. Gängige Suchmaschinen erkennen bislang weder den Kontext noch die Mehrdeutigkeit von Suchbegriffen. Daran wird zurzeit geforscht.

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Nov 04 2006

Seifenblasen aus Platin

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Nanoforscher stellen winzige Metallkügelchen her und nutzen Fett zur Formgebung. Platin ist ein edles Metall, selten und beständig. Wegen dieser Eigenschaften werden nicht nur kostbare Schmuckstücke aus dem Edelmetall gefertigt, sondern auch Laborgeräte oder Implantate.

Von Kathrin Giese

Platin. Fotograf: TomihahndorfPlatin wirkt als Katalysator: Es kann die Reaktionsgeschwindigkeit beschleunigen, ohne selbst dabei verbraucht zu werden. Ein Forscherteam um John A. Shelnutt, Universität von Georgia im amerikanischen Athens, hat nun eine Methode entwickelt, mit der nanoskopische, hohle Kugeln aus Platin hergestellt werden können. Wie die Forscher im Fachmagazin „Angewandte Chemie“ jetzt berichteten, ist es möglich, relativ große Nanokäfige herzustellen.

Große Oberfläche

Die Kügelchen bestehen nicht mehr aus einzelnen Partikeln, sondern aus durchgehenden, fein verästelten Platinschichten. Dadurch sind sie stabiler als ihre Vorgänger. Kugeln mit Durchmessern von bis zu 200 Nanometern (Millionstelmillimetern) und einer Schalendicke von zwei Nanometern können hergestellt werden. Dabei bieten sie eine große Oberfläche bei geringem Verbrauch an Platin.

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