Jan Fabre erforscht Gehirne

Besuch der Ausstellung „From the Cellar to the Attic – From the Feet to the Brain“ von Jan Fabre

Von Kathrin Giese

In den Laufgräben des Gehirns als Künstler-Liliputaner. Foto: Markus Tretter, © Jan Fabre/VBK, Wien, 2008, Kunsthaus BregenzJan Fabre mag es drastisch. Im Kunsthaus steht er lebensgroß auf einem überdimensionalen Kopf. Dieser liegt halb verwest in einer Schützengrabenlandschaft. Umgeben von Einschlagskratern riesiger Geschosse schaufelt sich Fabre dort einen Zugang durch die Schädeldecke zum Gehirn. „Jan Fabre erforscht Gehirne“ weiterlesen

Boros frisst sich durch den Bunker

Weihnachten will Werbechef Christian Boros sein Penthouse in Berlin beziehen. Der ehemalige Luftschutzbunker in der Reinhardtstraße wird zum Kunsttresor.

Von Kathrin Giese

Christian Boros frisst sich durch den Bunker. Montage: Kathrin GieseChristian Boros leistet sich eine eigene Schatzkammer. Nicht Geld und Gold, sondern Kunst will er darin bunkern. Schon Bomben sind auf den Tresor in der Reinhardtstraße in Berlin- Mitte gefallen – auch sie konnten ihm nichts anhaben. Aber Spuren sind geblieben.

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Metaphern für die Geschichte des Universums

Der britische Künstler Matthew Ritchie hat viel vor: Er sucht nach der Weltformel. Die Gemeinsamkeiten zwischen Geschichte, Wissenschaft, Religion und Sprache will er aufdecken. Seine Funde verbindet er in seiner Kunst zu einem neuen Kosmos.

Von Kathrin Giese

Künstler Matthew Ritchie in der Kunst- und Ausstellungshalle. Foto: Kunstmuseum Bonn

Ein scherenschnittartiges, schwarzes Muster schlängelt sich durch den Raum. Es wirkt wie ein Steg oder eine Straße, schwebt auf etwa einem Meter Höhe durch den Raum. Darunter ein leuchtendes, farbenfrohes Bild, das an die Galaxie-Aufnahmen des Hubble-Weltraum-Teleskop erinnern. An den Wänden wiederholen sich Muster und Zeichen. Verbinden sich durch den Raum zu einem kleinen Kosmos. Ein Hologrammbild an einer der Wände verändert sich je nach Standpunkt und gibt neue Sichtweisen Preis: Sternenstaub und Symbole. „Metaphern für die Geschichte des Universums“ weiterlesen

Du in Pop

Du in Pop - PyschoNicht Trends sondern Kult an der Wand: Wer sich selbst in echter Warhol-Manier über dem eigenen Sofa hängen haben möchte, den macht superRetro glücklich: Foto einschicken und in echte Popart getunkt zurückerhalten.

Von Kathrin Giese

Kauf Dich glücklich, kleines Retroherz – ist das Motto von Jasmin Schneider und Sven Schmeier. Zusammen haben sie den Internetshop superRetro aufgebaut, der sich ganz dem Kult der 60er und 70er Jahre verschreibt. Die beiden Betreiber haben es sich zur Aufgabe gemacht, interessante Angebote im Netz aufzustöbern, zusammenzustellen und dem retrogeneigten Besucher zur Ansicht und Kauf anzubieten: Im Netz und im Showroom in Kreuzberg. „Dabei zählt für uns weniger die Quantität denn die Qualität“, erzählen sie auf der Internetseite. Eben nur was super Retro ist kommt in die Auswahl.

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Kunst für Dummies

Museen besuchen wie die Profis: Taugen diese Kunstwerke etwas? Was sind die größten Werke der westlichen Zivilisation? Um solchen Fragen zu beantworten, muss man nicht Kunst studiert haben – das meint zumindest Thomas Hoving in seinem Buch Kunst für Dummies.

Von Kathrin Giese

Kunst für Dummies - Buch-CoverDie erste Seite des Buches kann man ausschneiden: Es ist die Schummelseite für die Hosentasche. Darauf befinden sich Checklisten, die auch dem größten Kunst-Banausen einen Zugang zu aktuellen Kunstausstellungen ermöglichen. Wenn man zum Beispiel feststellen will, ob ein Kunstwerk wirklich etwas taugt, kann man sich folgende Fragen stellen: Drückt es erfolgreich das aus, was es ausdrücken möchte? Erstaunt es Sie jedes Mal wieder, wenn Sie es betrachten? Wächst es im Format? Reift es kontinuierlich weiter? Wächst die Kraft seiner puren und geheimnisvollen visuellen Ausstrahlung mit jedem Tag? Ist es unvergesslich?

Laut Autor Thomas Hoving, dem ehemaligen Direktor des Metropolitan Museums of Modern Art in New York ist das Werk mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit ein großartiges Kunstwerk, je mehr Fragen mit „Ja“ beantwortet wurden. So einfach kann das sein. Obwohl: Wie kann denn ein Kunstwerk im Format wachsen oder reifen, wie ein Wein? Egal – nächste Checkliste.

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Gotthard Graubner und seine Farbraumkörper

Gotthard Graubner ist ein wichtiger Maler der Gegenwart und ein unbeirrbarer Farb-Forscher. Im Frühjahr 2006 ist er mit seinen monochromen Farbraumkörpern von einer Ausstellungsreise aus China zurückgekehrt.

Mit „Farbraumkörper und Arbeiten auf Papier“ präsentierte er sich bis zum Sommer im Neuen Museum Weserburg in Bremen. Als experimentelles Erlebniss dabei: einen Raum, gefüllt mit dichtem Nebel.

Gesendet im Offenen Kanal Berlin in der Sendung „Wellenreiter – Kultur“ am 2. April 2006

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Länge: 3:31 Minuten / 2,5 MB.

POP CLASSICS im neuen Kunstmuseum ARoS

»Die Popart-Künstler haben Bilder geschaffen, die jeder auf der Straße in einem Sekundenbruchteil erkennen kann«, sagte Andy Warhol, der selbst zu den Größen dieser markanten Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts zählt. Eine Hommage an die Popart ist derzeit im seit April geöffneten, neuen Aarhuser Kunstmuseum ARoS zu sehen. Das Museum konnte sämtliche Werke aus der Popart-Sammlung des Kölner Museums Ludwig leihen.

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Kunst als Mittel gegen den Staub des Alltags

Nach elf Tagen gehen die dritten Königswinterer Kunsttage zu Ende. Die Veranstalter ziehen eine durchweg positive Bilanz und planen bereits die vierte Folge der Veranstaltung

Von Kathrin Giese

Königswinter. Nach elf Tagen voller Kunst- und Kulturprogramm gehen die dritten Königswinterer Kunsttage zu Ende. Das Finale wurde am Sonntagabend im Oberdollendorfer Bungertshof gefeiert. Irish-Folk-Musiker, die wie jeden vierten Sonntag im Monat zu einer „Session“ in dem Kulturgasthof an der Heisterbacher Straße zusammen kamen, sorgten dabei für gute Stimmung.

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Den Löwen sieht man nur aus der Entfernung

Münchner Künstlerin Petra Zadek gewinnt Hauptpreis beim Wettbewerb in Königswinterer Schule am Palastweiher – 2 000 Euro für die besten drei Werke

Von Kathrin Giese

Königswinter. Spannung lag in der Luft, als die elf Kunststudierenden der Gruppe 011 in der alten Schule am Palastweiher auf die Ergebnisse der Jury warteten. Für den Kunstwettbewerb der Münchner Versicherungsgesellschaft Thuringia Generali hatten sich die jungen Künstler in den letzten elf Tagen mit der Wappentier der Firma, dem Markuslöwen, beschäftigt.

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