KJ: Vorlesungen, Seminare

Von mir besuchte Module und Seminare im Masterstudiengang Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin in den Studienjahren 2006 und 2007. Mit den Kurs-Beschreibungen aus dem Vorlesungsverzeichnis.

Seminare:

Kulturjournalismus I (Verena Tafel M.A. )

Geschichte der verschiedenen journalistischen Disziplinen. Schwerpunkt auf die Kritikformen, wie beispielsweise Theater-, Film-, Kunst- oder Literaturkritik.

Kulturjournalismus und Subjektivität (Prof. Dr. Anton Austermann)

Journalistisches Texten und Senden ist keineswegs den Gesetzen der Objektivität unterworfen. Gerade im Subjektiven steckt das kommunikative Geheimnis journalistisch angeregter Öffentlichkeit. Wie über journalistische Subjektivität sinnvoll gestritten werden kann, um zu gelungenem Kulturjournalismus zu kommen, ist das Thema. Die alles führt zu Texten und journalistischen Auftritten der Teilnehmer.

Kulturjournalismus und Satire (Prof. Dr. Anton Austermann)

Uneigentliches Texten, ironisches Plaudern, humorvolles Darstellen gehört zum Repertoire des Feuilletonisten. In diesem Seminar sollen Wege und Regeln satirischer Schreibe an Beispielen aufgefunden werden. Besonders geht es darum, dass auch solche Menschen in der Lage sind, ironische Kommentare oder Glossen zu texten, die meinen, für solche Genres unbegabt zu sein. der Seminarleiter ist Optimist, weil er satirisches Schreiben für lehrbar und als lernbar hält.

Kulturjournalismus und Sprache (Prof. Dr. Anton Austermann)

Im Journalismus ist die Sprache nicht alles, aber ohne Sprache ist alles nichts. Es geht um die Erarbeitung eines individuellen Analysebestecks für stilsicheres Texten. Dazu werden anhand einer Reihe von alten und neuen Beispielen Kriterien erarbeitet.

Kulturjournalismus: Publikum – Rezeption – Rezeptionsästhetik (Prof. Dr. Anton Austermann)

Kennt der Journalist sein Publikum, kann er klar und sicher texten. Die empirische Publikumsforschung weiß zwar eine ganze Menge, indessen fehlt ihr der Blick für die Sphäre von Poesie, Musik und Bildender Kunst. Der Eigensinn der Kunst lässt sich kaum empirisch-analytisch verrechnen. Mit der Rezeptionsästhetik der Konstanzer Schule bietet sich seit etwa 1970 ein Weg an, intelligent über Kunstrezeption zu schreiben, um das Gespräch der Interessierten anzuregen.

Kompaktseminare:

Nachricht und Bericht (Vera Fischer / Klaus Hillenbrand)

Formlehre Kommentar (Torsten Harmsen)

Wie schreibt man einen Kommentar? Diese Frage soll im Mittelpunkt des Seminars stehen. Dabei werden handwerkliche, sprachliche Grundlagen des Genres vermittelt. Der Aufbau eine Kommentars, die Argumentationsformen und die stilistischen Möglichkeiten, eine Meinung darzustellen – all das wird besprochen und praktisch geübt. Es geht um Mut zu Meinung – aber auch darum, diese Meinung logisch, überzeugend, sowie in einer subjektiven, originellen Sprache vermitteln zu können.

Ergebnisse: Kommentar: Quittung für geizige Fleischfresser und Deutsche Investoren verpennen Chance

Formlehre Rezension/Kritik (Christina Tilmann und Claudia Wahjudi)

Zuschlagen mit dem Holzhammer, Fechten mit dem Florett – Kritik ist Meinung, aber auch Form. Argumentation, aber auch mutige Positionierung. Welche Kriterien habe ich? Wie formuliere ich, ohne zu verletzen? Wie äußere ich eigene Meinung, und vermittele doch so etwas wie Allgemeingültigkeit? Wie argumentiere ich verständlich und nachvollziehbar, und finde trotzdem einen eigenen, originellen Ton? An verschiedenen Formen der Kritik (Kunstkritik, Filmkritik, Literaturkritik) soll dies nach einer Einführungsphase erprobt und unter Realbedingungen (Pressekonferenz, Film-Preview oder Ausstellungsbesuch, Deadline) geübt und diskutiert werden.

Formlehre Recherche/Reportage (Deike Diening)

Die Reportage lockt mit den größten journalistischen Freiheiten – und genau diese sind zugleich ihre Risiken. der Reporter muss die Distanz des Kritikers und die Objektivität des Nachrichtenredakteurs aufgeben und ein Paradoxon aushalten: Er will die größtmögliche Nähe zu seinem Objekt, darf aber zugleich seine geistige Unabhängigkeit nicht aufgeben. Er berichtet das Unerhörte, und dies manchmal in einer unerhörten Form. Seine Quellen sind vielfältig, seine Perspektiven oft ungewöhnlich. Wie destilliert man im Redaktionsalltag aus den feststehenden Daten des Kuturkalenders ein spannendes Reportagethema? Wie überwindet man Widerstände? Und einmal angenommen, die Beute der Recherche ist reich: Wie entsteht daraus ein Text, der über lange Strecken spannend bleibt und sprachlich verführt?
Gemeinsam wird im Stile einer Redaktionskonferenz diskutiert und kritisiert. Die Studierenden analysieren Texte, entwickeln Themen und erfassen eine eigene Reportage.
Ein Seminar über Themenfindung, Sisyphos-Recherchen und die Begeisterung am Schreiben.

Ergebnis: Reportage „Blick hinter verschlossene Türen“

Fakultative Seminare:

Fernseh-Handwerk (Prof. Manfred Eichel)
Die Studierenden erlernen gleich drei grundlegende Techniken für die Erstellung von Fernseh-Beiträgen für Kultursendungen.

1. Recherche – Konzeption – Treatmen: Über die notwendigen Vorbereitungen, um einen Fernsehbeitrag zügig und dennoch gründlich, gezielt, und selbst in knapper Zeit auch noch wirtschaftlich zu realisieren. Über das Zusammentragen von Informationen aus dem Internet und aus Archiven, über das Sammeln von Klammermaterialien, das Suchen von Locations und das Aussuchen von Interviewpartnern. Über Kostenkenntnisse. Über das Planen von Dreh, Schnitt, Abnahme, Sprachaufnahme und Mischung. Über das Verfassen eines originellen Drehkonzeptes und eines meist unterschiedlichen Schnittplans bis zum Erstellen eines attraktiven Treatments.

2. Kriterien einer Kritik:
Die Studierenden lernen, ihre Fähigkeit zu schulen, den dramaturgischen Aufbau die optische Präsentation, die handwerkliche Montage und die textliche Kommentierung eines Fernsehbeitrags kritisch zu erkennen und zu formulieren. Es sollen alle Sinne für alle vorstellbaren Details geschärft werden – also nicht nur für die Qualität der Kameraarbeit, des Schnitts und des Textes, sondern auch für Licht und Ton, Sprache und Mischung von Fernseh-Magazin-Beiträgen – wobei das Schwergewicht auf der kritischen Kommentierung von Kulturberichterstattung liegen soll.

3. Fernsehtexte: Die Studierenden werden für die Eigentümlichkeiten von Fernseh-Texten sensibilisiert. An konkreten Beispielen, also an vorliegenden TV-Beiträgen, soll erkant und genutzt werden, welche optischen Vorlagen für Texte genutzt werden sollen – in der Erkenntnis, dass jedes Bild fast jeden Text erschlägt, wenn er sich nicht der bildlichen Signale für seine eigene Botschaft bedient.

Kulturen – das Internetmagazin des Weiterbildungsstudiengangs Kulturjournalismus (Reiner Raestrup/Bert-Ulrich Baumann)

Content-Management-Systeme (CMS) findet man heute in fast jeder Redaktion sei es im Fernsehen, Hörfunk oder Print. Dabei hat ein CMS nicht nur technische, sondern vor allem organisatorische Auswirkungen auf redaktionelles Arbeiten.

Mit dem studentischen Online-Magazin „Kulturen“ ist eine Basis geschaffen worden, den Umgang mit einem Content-Management-System zu lernen. So wird eine Redaktion gebildet, die die Internetseite monatlich erstellt und betreut. Sie ist verantwortlich für die Texte, Themenauswahl und den Stil. Sie hat dafür zu sorgen, dass die Beiträge pünktlich eintreffen, hat mit Autoren über die Beiträge zu reden, sie zu korrigieren oder gar eine Veröffentlichung abzulehnen. Auch die Entscheidung, was schließlich auf die Startseite kommt, ist zu treffen. Kurzum – hier wird Redaktion geübt und das nicht nur theoretisch.

Ergebnisse: Artikel erschienen auf „Kulturen“

Aktuell schreiben, Übungen zu kleinen Formaten im Tagesfeuilleton (Prof. Jens Wendland)

Die Studierenden lernen, aktuell auf Ereignisse des Kulturlebens, der Kulturpolitik, der Medienwelt zu reagieren. Sie erproben den Redaktionsalltag, wenn in der Redaktionskonferenz frei Mitarbeiter beauftragt werden, schnell vorhersehbaren Ereignissen Rechnung zu tragen. In der Schreibwerkstatt über die Studierenden diese Praxis in zwei Teilen: Sie bearbeiten in Nachricht, Bericht, Glosse oder Kommentar ein Thema entsprechend der aktuellen meldungslage aus dem Kulturleben. Die Texte werden zu beginn des nächsten Veranstaltung im Gespräch ausgewertet. Jeder Teilnehmer erhält per E-Mail alle Arbeiten zur Verfügung.

Texten für die Tagesspiegelbeilage zum Rundgang 2006 (Fank Peter Jäger)

Recherche und Textarbeit

Schnellrezensionen (Prof Manfred Eichel)

Die Teinehmer sollen lernen, das breite Spektrum von Kulturjounalismus originell und kritisch wahrzunehmen und unmittelbar danach darüber packend zu schreiben, also unter Zeitdruck – wie später im wirklichen Redaktionsalltag auch. Die Text-Längen werden vorgegeben und die Abgabetermine werden auf die Veranstaltungen abgestimmt – das heißt: Wenige Stunden nach dem Event muss der Text per Mail geschickt werden. An den verabredeten Montagen werden die Artikel in der Gruppe kritisch besprochen. Wir werden gemeinsam in Kunstausstllungen und in Theaterproben gehen, wir werden Pressekonferenzen und Presse-Filmvorführungen besuchenm wir werden in klassische und Rock-Konzerte gehen, neuerschienene Bücher lesen und kulturpolitische Kommentare zu aktuellen Fragen verfassen.

Wahlfächer:

Geschichte sehen (Dr. Karl-Walter Beise)
Wahlfach Kulturgeschichte.

Historische Ausstellungen und Museen: Aufklärung oder Event?
Historische Ausstellungen und Geschichtsmuseen haben seit Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts unerwartete Konjunktur in Deutschland. Preußen, Hohenzollern, Staufer und näherliegende Epochen unserer Geschichte wurden in Austellungen gefeiert und verdammt. Mit der dieser Stadt eigenen Hybris prunkte eine ihrer Geschichten gewidmete Ausstellung gleich im Titel: „Berlin, Berlin“. Und das 2001 neueröffnete Jüdische Musem feiert dieses Jahr die rekordverdächtige Zahl von drei Millionen Besucher. Wir werden nach der Einlösung des Aufklärungsanspruchs dieser Veranstaltungen fragen. Und wir werden untersuchen, ob sich das Publikum nicht vielmehr im Eventcharakter mancher Inszenierungen selber feiert.

Selbstgespräche. Autobiographien als Quelle historischer Refelxion (Dr. Karl-Walter Beise)
Wahlfach Kommunikationswissenschaft.

In den Geschichts-, Literatur-, und Sozialwissenschaften wird der Quellenwert autobiographischer Texte seit Jahren intensiv diskutiert. An dieser Debatte beteiligen wird uns durch das Studium ausgewählter Quellen und der Theoriediskussion. Referate, Kursbeiträge und Hausarbeiten werden benotet.

Ausstellungsbesprechung ohne Audioguide (Gabriele Woithe)
Kunstwerke und Ausstellungskonzepte. Vom Lesen zum Schreiben.

Audioguides, Ausstellungsführungen, Pressemitteilungen liefern Journalisten mitunter Anregungen zur kritischen Besprechung einer Ausstellung. Solche Anregungen wurden von Kuratoren oder Galeristen verfasst. Sie sind oftmals wenig informativ, wenig erhellend, mitunter sogar irreführend. Um frei von vorgefertigten Meinungen über Kunstwerke und Ausstellungskonzepte berichten zu können, muss Kunst als eine Sprache begriffen werden, die für sich selbst sprechen kann. Lesen in Kunstwerken und darüber souverän schreiben bedarf theoretischer Grundlagen und der Übung. Dabei dient als Fundamet die exemplarische Werkbesprechung und die Lektüre von kunstwissenschaftlichen Texten zur Kunstrezeption, zur Kunsttheorie und zu Tendenzen der Bildenden Kunst des späten 20. Jahrhunderts.

Jazz: hören, verstehen, vermitteln. Eine Einführung. (Dr. phil. Frank Getzuhn)
Jazz ist ein musikalisches Handwerk. Wer es genauer kennt, hört Jazz anders: bewusster – kundider. Kundiges Hören fördert kundiges Schreiben.

TeinehmerInnen sollen Hörvokabeln des Jazz an Tonbeispielen erlernen: kligende Grundlagen, musikalische Verfahren. Solch akustischer Wortschatz wird dann auf Jazz-Stile angewandt. Einige werden durchbuchstabiert: auditiv – in den Grundzügen historisch, soziologisch, personal. Von Big Band bis Smooth Jazz. Schreibübungen zu Tonbeispielen und das Hören selbst, beides gehört zum Seminar. Beide Techniken sollen die Teinehmenden für einen Ausschnitt des Jounalistischen Alltags qualifizieren: für die Begegnung mit Jazzklängen.

Spurensuche Bildung (Dr. Karl-Walter Beise)
Wahlfach Bildungsgeschichte

„Wenn ich Vater wäre und eine Tochter hätte, die verführt würde, sie gäbe ich keinesfalls auf; aber einen Sohn, der Journalist würde, ihn sähe ich für verloren an.“ Der muss schon sehr gebildet sein, der weiß, wer das geschrieben hat – sagt man. Was aber ist überhaupt Bildung? Bildung scheint weder Ausbildung noch Einbildung zu sein. Sie wird auch nicht repräsentiert durch den schiefen Turm von Pisa. Über unsere Kulturseiten irrlichtert Bildung als Gespenst (Bildungsbürger) und landet auf den späten Sendeplätzen alss Horrorszenario (Bildungskatasotrophe). Ist Bildung schlussendlich „alles, was man wissen muss?“. Nach diesem Seminar wissen wir hoffentlich mehr.

Immer wieder Erinnerungspolemik versus Gedächtniskultur (Dr. Karl-Walter Beise)
Wahlfach Bildungsgeschichte

Um nationale Gedenktage und Gädchtnisstätten gab es in Deutschland immer wieder heftige Auseinandersetzungen. Der 20. Juli, der 9. November, der 3. Oktober sind wie die Geschichtsmuseen in Bonn und Berlin sowie andere Gedenkstätten auch heute noch Anlass für heftige politische Polemiken von links bis rechts. Die Untersuchung dieser widerstreitenden Positionen führt zur Grundsatzfrage nach den Bedingungen und Voraussetzungen für eine einverständige Gedächtniskultur.

Ergebnis: Foto-Serie „Denkmäler im Mondschein“

Hospitanzen:

Atelier und Museums- besuche (Prof. Dr. Olav Münzberg)

Ausstellungsgestaltung (Kilian Seyfried, Universität der Künste)

Projekte:

Wellenreiter – Kultur. Hörfunkprojekt (Simone Reber)
Baukultur in den Medien. Printprojekt (Thea Herold)

Ergebnisse aus der Schreibwerkstatt:
Beilage „Schicker Schrott“ in der tageszeitung, taz. Hier als PDFs: Seite 1, Seite 2, Seite 3, Seite 4.
Artikel „Boros frisst sich durch den Bunker“.
Postkarten: U-Bahnhof Kottbussertor, In der Lausitzer-Straße, Generation Skip

Klang der Stadt. TV-Projekt (Dr. Christine Mast)

Vorlesungen Apekte der Kulturkritik:

Schwerpunkt Theater:

  1. Theaterkritik in Deutschland, mit historischen und aktuellen, theoretischen und praktischen Aspekten (Prof. Dr. Peter von Becker, Tagesspiegel)
  2. Über das Theater schreiben (Christine Dössel, Süddeutsche Zeitung)
  3. Musicalgeschichte (Rüdiger Bering, Universität der Künste)
  4. Theater/Tanzkritik (Wiebke Hüster, Tanzjournalistin)
  5. Formen der Theaterkritik (Prof. Dr. Stephan Porombka, Universität Hildesheim)

Themen: Kritik, Kulturpolitik, Mechanismen der Bildenden Kunst

  1. Kulturphilosophie: Zur Geschichte der Kritik (Prof. Andreas Richter, Deutsches Symphonie Orchester)
  2. Kulturpolitik (Prof. Dr. Peter von Becker, Tagesspiegel)
  3. Wie Kunstwerke entstehen I (Dr. Katja Blomberg, Dirketorin des Haus am Waldsee und Autorin des Buches „Wie Kunstwerke entstehen. der neue Markt der Kunst“.
  4. Wie Kunstwerke entstehen II. Der neue Markt der Kunst II. (Dr. Katja Blomberg)
  5. Kulturpolitik des Bundes und ihre Auswirkungen auf die Berliner Kulturinstitutionen (Prof. Dr. Joachim Satorius, Berliner Festspiele)
  6. Kritik als Religion (Marius Meller, freier Journalist)
  7. Wiederkehr des Monströsen in der historischen und gegenwärtigen Fotografie (Wolfgang Knapp, Universität der Künste, Kunst im Kontext)
  8. Zwischen Schaulust und Grauen. Ausgerenzte Lebenswelten als Thema der Kunst. Außenseiter als Künstler. (Wolfgang Knapp, Universität der Künste, Kunst im Kontext)

Themen: Kulturpolitik, Film, Theater

  1. Die Künste als Advantgarde der Flexibilisierung (Adienne Goehler)
  2. Tanzkritik (Wiebke Hüster)
  3. Film- und Fernsehmuseum (Dr. Reiner Rother)
  4. Der Stückemarkt im Berliner Theatertreffen (Prof. Dr. Joachim Satorius)
  5. Theaterkritik (Prof. Dr. Peter von Becker)
  6. Einschwingen und Auslenken – zur Architektur der Treppe (Prof. Siegfried Zielinski, UdK)
  7. Il n’y a lieu que le lieu (Prof. Hartmut Bitomsky, Direktor der dffb)
  8. Baukunst und Film (Helmut Färber)
  9. Filmkritik (Prof. Dr. Peter von Becker)
  10. Kulturpolitik in Berlin (Adrienne Goehler)

Themen: Architektur, Denkmalpflege, Mechanismen der Bildenden Kunst, Literaturbetrieb

  1. Zur Geschichte der Kritik (Prof. Dr. Andreas Richter)
  2. Künsterlische Transformationsprozesse (Künstlergruppe Stille Post mit Snadra Becker (Medienkunst) Dagmar Jäger (Architektur) und Jasmina Samsuli (Klavier/Perfomance-Theorie)
  3. Wozu Literaturkritik (Dr. Rainer Moritz, Literaturhaus Hamburg, Autor Tagesspiegel)
  4. Einführung in die Architekturgeschichte (Prof. Dr. Michael Bollé, UdK Architektur)
  5. Sammlung, Museum und Museumslandschaft (Prof. Dr. Michael Fehr)
  6. Einführung in die Denkmalpflege (Prof. Dr. Gabi Dolff-Bonekämper)
  7. Wozu Literatur? (Dr. Hendrik Werner)
  8. Die Frankfurter Buchmesse als Aufhänger für die Literaturbeilage einer Tageszeitung (Gerrit Bartels)
  9. Exkursion Werkbundarchiv – Museum der Dinge (Prof. Dr. Michael Fehr)

Ringvorlesung Medientheorie:

Formate, Perspektiven, Entwicklungen
Ob Fernsehen oder Radio, Zeitungen oder das neuste Medium Internet: die Medien unterliegen einem tief greifenden Wandel, der längst alle Kulturredaktionen erfasst hat. In den Vorlesungen erfahren die Studierenden von verschiedenen Machern, wie diese den Zustand und die wichtigsten Entwicklungen der verschiedenen Medien analysieren.

  1. Wo bleibt die Kultur im Fernsehen – Erfahrungen und Beobachtungen (Gert Scobel, Redakteur und Moderator von Kulturzeit)
  2. Was macht die Kultur im Internet – eine Ortsbestimmung (Thierry Chervel, Chefredakteur des Internet-Kulturmagazins Perlentaucher)
  3. Kultur ganz nebenbei? Ein Dialog über die Wandlungen des Kulturradios zwischen dem Medienforscher und Publizisten Prof. Dr. Will Teichert, Hamburg und Prof. Jens Wendland
  4. Wie hält und definiert sich das Feuilleton der Tageszeitung – die Analyse eines Machers (Dr. Harald Jähner, Feuilletonschef der Berliner Zeitung)
  5. Was bestimmt den Wandel? Faktoren der Medienentwicklung – eine Einführung (Prof. Jens Wendland)

Ethik und Qualitätsjournalismus

  1. Journalistische Ethik und Medienhype (Prof. Bascha Mika, Chefredakteurin der taz)
  2. Auftrag der Massenkommunikation – Ethik des Journalismus (Prof. Heinz Glässgen, Intendant Radio Bremen)
  3. Entwicklungen von Zielgruppen und Programmkonzepten (Inge Mohr, Medienforschung rbb)
  4. „Niedergang“ der Medienkritik – vom Fernsehen bis zum Buch nur eine Frage von Konjunktur und Ökonomie? (Reiner Braun, Medienjournalist)
  5. Medienmarkt und Medienaufsicht (Ingeborg Zahrnt, Justitiarin der Medienanstalt Berlin-Brandeburg mabb)
  6. Rechtliche Grenzen journalistischer Arbeit am Beispiel des Persönlichkeitsschutzes (Eberhard Kromer, Kanzlei Saase & Partner)
  7. Jugend und Zeitung – Versuche der Medienverjüngung (Werner d’Inka, Herausgeber der FAZ)
  8. Die Zukunft der Radio-Kultur. Trends von Programm und Kazeptanz (Prof. Jens Wendland)

Thema: Medientheorie: Was soll das sein?

  1. Kulturjournalismus und Medientheorie: ein absurdes Verhältnis! (Prof. Dr. Anton Austermann)
  2. Medienheimat. Die Zukunft von medien und Marken (Prof. Dr. Drik-Mario Boltz, FHW Berlin School of Economics)
  3. Risikokommunikation (Prof. Dr Jürgen Schulz, UdK-Studiengang Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation)

Themen: Strukturen, Angebote, Tendenzen

  1. Zukunft der gedruckten Medien (Werner d’Inka, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)
  2. Filmwirkung (Prof. Dr Monika Suckfüll, UdK, Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaft)
  3. Kulturakzeptanz in den Medien: Instrumente, Methoden, Stand (Inge Mohr, rbb-Medienforschung)
  4. Kritikfunktion des Journalismus (Prof. Bascha Mika)
  5. Medienrecht für Journalisten (Eberhard Kromer)

Themen: Kommunikationsprozesse, Neue Technologien, Journalismus und PR

  1. Kommunikationswissenschaftliche Transformation: Mit Walter Benjamin im Cyberspace (Prof. Dr. Maren Hartmann, UdK-GWK)
  2. Einführung in die Geschichte des Online-Journalismus (Dr. Mercedes Bunz, Online-Redaktion des Tagesspiegel)
  3. Formate des Online-Journalismus (Dr. Mercedes Bunz)
  4. Film als Mittel der Kulturkritik (Prof. Jörg Hafkemeyer)
  5. Das Berufbild des Journalisten im Wandel (Dr. Michael Rediske, Verein Berliner Journalisten)
  6. Was bedeutet Qualitätsjournalismus (Werner d’Inka, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)
  7. Online first (Prof. Bascha Mika und Christoph Keese)
  8. Journalismus und PR (Dr. Wilm Herlyn, dpa)
  9. Journalismus und PR (Prof. Bascha Mika undTobias Kahler)

Workshops/ Übungen

Musik im Radio (Margarete Zander)

Kultur-PR (Prof. Andreas Richter, Deutsches Symphonie Orchester)
am Beispiel der Deutschen Welle-Fernseh-Dokumentation über den Dirogenten Kent Nagano.

Filmkritik (Prof. Dr. Peter von Becker)
Ergebnis: Rezension „Die Stille des Chaos“

Kultur im Fernsehen TV-Handwerkzeug (Laine von Pein und Christine Thalmann, rbb, Redaktion Stilbruch)

Formate und Techniken des modernen Radio-Features (Winfried Bauernfeind und Axel Müller)

Moderationstraining (Gerlinde Kempendorff-Hoene)

Grundlagen zum Mediensprechen (Gerlinde Kempendorff-Hoene)

Sprechen im Radio. Zehn Stunden Sprechunterricht (Jürgen Elbers)

Praktika

März – April 2007 SWR, Fernsehen, Wissenschaft, Baden-Baden
Feb. – März. 2007 Perlentaucher, Kultur und Literatur Online, Berlin
Okt. – Dez. 2006 Tagesspiegel, Ressort “Wissen & Forschen”, Berlin
Feb. – April 2006 Radio Bremen – Hörfunk, Kulturredaktion, Bremen

Keine Kommentare

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben